Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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kehrte. Was er aber in dieſem zehnten Geſange ſah, war nicht Farinata di Uberti, welcher mehr durch die Niederlage der Seinigen, als durch ſein Feuerbett ge⸗ quält wurde! Rein, es war die angſtvolle Geſtalt von Cavalcanti, dieſem väterlichen Schatten, der an der Seite von Dante ſeinen Sohn ſucht.

Und in der Sprache, in der ſie gedichtet worden, wiederholte er die ſchönen Verſe des florentiniſchen Verbannten

Damals erhob ſich von dem Theile, wo das Grab ent⸗ deckt worden war, der Kopf eines andern Schattens, der ſich auf ſeinen Schooß geſetzt zu haben ſchien.

Das Geſpenſt ſchaute umher, als ſuchte es Jemand, und als ſeine Hoffnung verſchwunden war, ſagte es zu mir in Thraͤnen zerfließend:

Die Macht des Genius wird Dir dieſes ſchwarze Ge⸗ fängniß geoffnet haben. Wo iſt mein Sohn, und warum erblicke ich ihn nicht an Deiner Seite?

Und ich erwiederte ihm:

Ich komme nicht durch meine Gewalt allein. Der Weiſe, der mich führt, iſt hier bei uns.. Vielleicht verachtete Euer Fuͤhrer zu ſehr dieſen erhabenen Meiſter.

Seine Worte und die Art ſeiner Strafe hatten mir den Namen dieſes Schattens geoffenbart. Meine Antwort war alſo genau.

Doch plotzlich ſich aufrichtend, rief das Geſpenſt:

Wie haſt Du geſagt? Verachtete!.. Hat er auf⸗ gehoͤrt, zu athmen, und erfreut das ſanfte Sonnenlicht ſeine Augen nicht mehr?

Und da ich zu antworten zogerte, fiel er ruͤcklings in ſeinen Sarg und zeigte ſich nicht mehr.

Und den Kopf ſchüttelnd, pflegte er zu ſagen, der arme Graf, der ſich auf die Schmerzen verſtand:

Dieſer litt am meiſten, da er ſtillſchweigend und ohne ſich zu beklagen litt.

Und wie ein Vater, der ein blindes Kind leitet

und lenkt, leitete und lenkte der Abbé dennoch allmä⸗

lig den Schmerz des Greiſes auf den Weg der Re⸗ ſignation.