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Donner, der du das Weltall auf ſeiner Achſe erſchutterſt, zerſchmettere die Welt! zerbrich die Formen der Natur! vertilge alle Keime, welche den undankbaren Menſchen hervorbringen!
Erſchoͤpfet eure Flanken, Stuͤrme; erſchdpfet die Strdme von Regen und von Flamme, Winden, Donner und Ge⸗ witter; ihr ſeid nicht meine Kinder, ich klage euch nicht des Undanks an, ihr ſeid mir keinen Gehorſam ſchuldig. Uebet alſo an mir, nach eurem Belieben, alle wuͤthende Launen eurer grauſamen Spiele: ich bin euer unterthä⸗ niger Sklave, ein armer, ſchwacher Greis, niedergebeugt unter der Laſt der Gebrechen und der Verachtung, und dennoch habe ich das Recht, euch feige Diener zu nennen, euch, die ihr euch vom Himmel herab mit undankbaren Kindern verbindet, um mir den Krieg zu erklären, euch, die ihr zum Ziele fuͤr eure Streiche ein altes, mit weißen Haaren bedecktes Haupt wählt... Oh! das iſt von euch eine ſchmaͤhliche Feigheit!
Und das Geſicht und die Geberden des Grafen von Penhoél ſtimmten ganz mit denen vom armen König Lear überein. Wie dieſer, raufte er ſich die Haare aus, und der Wind, der auf den ungeheuren Ocean zurück⸗ ſprang, machte ſie, Schneeflocken ähnlich, in der Luft wirbeln.
Andere Male, wenn der Morgennebel oder der Sturm der Nacht den Fußpfad, der ſich längs dem Meere hinzog, ganz unbenützbar gemacht hatte, oder wenn die eiſigen Märzregen wie ſcharfe Lanzenſpitzen von einem bewölkten Himmel herabfielen, ſtieg der Graf, gefolgt von Dominique, entweder auf die Plattform, wo wir ihn den Leichnam ſeines Sohnes haben erwarten ſehen, oder in das höchſte Zimmer des Thurmes hinauf, das zur Zeit der Kriege von Provinz gegen Provinz oder von Herren gegen Herren zu einer Wachſtube dienen mußte.
Hier, wie Priamus, der von den Thürmen Trojas herab den Leichnam ſeines Sohnes ſiebenmal um das Grab von Patrvelus ſchleppen ſieht, rief er ſein Kind
und recitirte die Wehklagen, welche der göttliche Homer
dem alten König in den Mund legt.


