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„Ich hoffe es, mein Herr!“ antwortete dieſer.
„Sie haben ihn von ſeinem Verbrechen losgeſpro⸗ chen, nicht wahr?“
„Aus Herzensgrunde, mein Herr!“
„Ihre Abſolution erſchreckt mich für die anderen
Väter. Welche entſetzliche Ermunterung zum Selbſt⸗
morde, wenn die Selbſtmörder losgeſprochen werden!“
„Oh! Herr Graf, der Tod Ihres Sohnes iſt kein Selbſtmord, es iſt ein Märtyrthum. Denjenigen, welcher ſich, um ſein Vaterland zu retten, freiwillig in den Ab⸗ grund ſtürzt, abſolvire ich. Es wird ein Tag kommen, Herr Graf, wo die Geſellſchaften, gründlicher geſichert, mit kaltem Blute die Verbrechen der Geſellſchaft richten können, wie man das Verbrechen des einzelnen Men⸗ ſchen richtet; es wird ein Tag kommen, wo der Eoder, der ein Werk der Menſchen iſt, mit den Sympathien harmonirt, welche aus Gott entſpringen. Das Kind, das wir beweinen, Herr Graf, Sie als ein Vater, ich als ein Bruder, iſt als Opfer von einer dieſer himm⸗ liſchen Sympathien geſtorben, welcher die Sitten einer barbariſchen Geſellſchaft Feſſeln anlegen. Ein Menſch hat ſich ſeinen Freund genannt und ihn abſcheulich be⸗ trogen! Würde das Geſetz die Lüge beſtrafen, ſo wäre der Tod nicht mehr die Zuflucht der ehrlichen Leute!“
„Ich danke, mein Vater,“ ſprach der Grafz„ich danke Ihnen für Ihre guten Worte. Sie geben mir die Hoffnung, daß ich mich, wenn er von mir auf einige Zeit getrennt iſt, in der Ewigkeit mit ihm wiederver⸗ einigen werde.“
Sodann aufſtehend:
„Wir wollen ihn beſuchen.“
Beide gingen hinaus und wanderten nach dem Grabe.
Hier angelangt, bemerkte der Mönch, daß der Graf dieſen Platz gewählt hatte, weil er ihn vom Fenſter ſeines Zimmers gus ſehen konnte. Dieſes offene Fen⸗
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