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Scenen, an denen man Theil nehmen, oder die man erzählen hören kann. Die mächtige Reſignation, mit der ſich bei dieſer Veranlaſſung wie mit einem Harniſche die Familie des Todten waffnet, iſt wahrhaft furchtbar. Man kann kaum begreifen, wie,— während die Ein⸗ ſamkeit, dieſe natürliche Zuflucht der großen Schmer⸗ zen, ein paar Schritte von da iſt,— die Familie ſich die grauſame Marter, ihre Thränen zurückzudrängen und die Schläge ihres Herzens zu unterdrücken, aufzu⸗ erlegen vermag; und dennoch iſt die Zahl dieſer frei⸗ willigen Märtyrthümer groß, und in Bretagne beſon⸗ ders würde es ſehr mißliebig angeſehen, wollte man den unglücklichen Familien dieſen Gebrauch, einen Ueberreſt aus barbariſchen Zeiten, der ſelbſt in den ent⸗ fernteſten Tagen unerklärbar, ſtreitig machen.
Nachdem das Mahl beendigt war, ſprach der Abbé Dominique das Dankgebet, und Jedermann ſtand auf.
Der Graf von Penhvél ging auf die Thüre zu, deren zwei Flügel Hervey,— welcher, wohlverſtanden, mit aller Welt am Tiſche geſpeiſt hatte,— raſch öff⸗ nete.
Dann trat er zuerſt hinaus, blieb aber an der Thüre ſtehen und lehnte ſich an die Wand an.
Und als der erſte Bauer aus dem Saale heraus⸗ kam und an ihm vorüberging, ſagte er zu ihm, indem er zum Zeichen der Dankbarkeit den Kopf neigte:
„Ich danke Dir So und ſo, daß Du meinen Sohn zu ſeinem Grabe begleitet haſt.“
Und ſo fort bis zum letzten Anweſenden.
Der Letzte war der Abbé Dominique.
Der Graf von Penhoöl verbeugte ſich vor ihm, wie er es bei den Anderen gethan hatte, und wie er den Anderen gedankt hatte, ſo dankte er auch ihm; als aber dieſe Pflicht erfüllt war, legte er ſeine Hand auf die Schulter des Mönches, heftete einen flehenden Blick auf ihn und ſprach nur die zwei Worte:
„Mein Vater...
Die Mohicaner von Paris. V. 23


