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Grafen erzählt hatte, zählte ſie die Tugenden der Grä⸗ finnen auf.
In Erwartung des Herrn, über deſſen Geſundheit ſie die Gegenwart von Hervey beruhigte, that ſo Jeder ſein Beſtes, um gewaltig dieſe Vergangenheit von zehn Jahrhunderten zu loben, vyn deren Größe die Gegen⸗ wart geerbt hatte, und jede Erzählung machte, wie eine Elektriſirmaſchine, einen Funken aus allen Herzen, eine Thräne aus allen Augen ſpringen.
Der alte Hervey ging von Einem zum Andern, drückte herzlich den Anweſenden die Hand, und theilte, eine Erzählung an die andere anknüpfend, ebenfalls die Ereigniſſe mit, die er hatte erzählen hören, und deren Zeuge er geweſen war. Als er aber zu ſeinem jungen Herrn kam, als er, von ſeinem erſten Stammeln bis zu ſeinem letzten Seufzen, die reine, heitere Kindheit, die ſtürmiſche, bewegte Jugend des armen Colombau zu erzählen verſuchte, da brach ein Schluchzen aus jeder Bruſt hervor.
Es war erſt kurze Zeit, daß er nach Penhvél ge⸗ kommen, daß Jeder ihn geſehen, ihn gegrüßt, ihm die Hand gedrückt, mit ihm geſprochen hatte! Allerdings hatte er Jedermann traurig geſchienen! Doch wie weit war man davon entfernt, zu vermuthen, dieſe Traurig⸗ keit ſei tödtlich!
Es iſt eine Race, welche geht, die dieſer großen Gra⸗ fen mit den breiten Schultern, mit Beinen gebogen durch die Gewohnheit, zu reiten, mit einem in die Schultern, durch die Helme, welche auf dem Haupte ihrer Ahnen laſteten, eingedrückten Kopfe; doch es iſt eine Race, die auch geht, die dieſer alten ergebenen Diener, welche beim Großvater geboren werden und beim Enkel ſterben: mit ſolchen Menſchen ließ der Vater, wenn er ſeiner Frau ins Grab folgte, ſeinen Sohn nicht allein im Hauſe.
ie Ehrfurcht, die man für den hingeſchiedenen Greis gehabt hatte, ging in eine fromme Liebe für das


