Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Deinen Arm zurückhalten und Deinen Willen brechen? Gott hat es nicht gewollt. Vergebung und Segen über Dich, mein Bruder!

Amen! ſprachen im Chore die Anweſenden.

Der Mönch fuhr fort:

Ich, ich habe Dich auf Erden gekannt, ich ver⸗ mag alſo dieſen Kindern desſelben Landes wie Du zu ſagen, daß Du nichts verſchuldet haſt, um ihre Zunei⸗ gung zu verlieren. Du warſt ein würdiger Sohn der Brekagne, Du hatteſt alle die Tugenden, welche ihre Kinder von dieſer würdigen Mutter entlehnen: Du hatteſt den Adel, Du hatteſt die Stärke, Du hatteſt die Größe, Du hatteſt die Schönheit. Du haſt Deine Rolle hienieden geſpielt, und obgleich nicht einmal drei⸗ undzwanzig Jahre, iſt Dein Leben ein Opfer geweſen, wie Dein Tod ein Märtyrthum. Ich ſegne Dich alſo, mein Bruder, und bitte Gott, er möge Dich ſegnen, wie ich es thue.

Amen! ſprach die Menge.

Der Abbé ſchüttelte aufs Neue den Fichtenzweig und reichte ihn ſodann dem Grafen von Penhosl.

Am Rande des Grabes ſtehend, empfing dieſer den Zweig aus den Händen des Mönches, und ließ um ſich her einen erhabenen Blick der Traurigkeit, des Stolzes und der Verachtung laufen; dann ſprach er mit Anfangs dumpfer, allmälig aber zu den höchſten Noten empor⸗ ſteigender Stimme:

O meine Ahnen! Ihr, die Ihr in Euren Rieſen⸗ kämpfen mit Eurem edlen Blute jedes Körnchen von dieſem Sande beſprengt habt, was ſagt Ihr hiezu, o meine Ahnen? War es der Mühe werth, ein Geſchlecht von Eroberern zu ſein, Jeruſalem mit Gottfried von Bouillon, Conſtantinopel mit Baudouin, Damiette mit dem heiligen Ludwig zu nehmenz war es der Mühe werth, Eure Leichname auf allen Straßen auszuſtreuen, welche nach der Schädelſtätte führen, damit ein chriſt⸗

liches Begräbniß von chriſtlichen Prieſtern Eurem letz⸗