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„Herr, Herr, vergib mir!.. Dort kommt der Leichnam meines Kindes...“
Und man ſah in der That, am Ende der großen Fichtenallee, von der Seite, wo wir geſagt haben, es ſteigen die Rauchwolken des Dorfes Penhoél zum Him⸗ mel empor, zwiſchen dem Schnee der Straße und dem grauen Grunde des Himmels, einen Leichenzug herbei⸗ kommen, an deſſen Spitze ein Mönch, bekleidet mit dem weiß und ſchwarzen wollenen Rocke, hoch in ſeinen Händen ein großes ſilbernes Kreuz haltend, ging.
Hinter ihm kamen ein Sarg auf den Schultern von vier Trägern ruhend, und hinter den Trägern un⸗ gefähr fünfzig Männer und Frauen, die Männer ihren Hut in der Hand haltend, die Frauen in ihre braunen Capucen vermummt.
Der Edelmann verrichtete ein kurzes Gebet, dann ſtand er auf und ſagte zu ſeinem alten Diener:
„Was Gott gethan, iſt wohl gethan. Hervey, laß uns den letzten Abkömmling der Penhosl empfangen, der ins Schloß ſeiner Väter zurückkehrt!“
Und mit feſtem Schritte ſtieg er die Treppe hinab, und ging, immer mit bloßem Kopfe, bis auf die Schwelle der großen Thüre des Thurmes, welche nach der Fich⸗ tenallee führte.
CXLIV. Das De Profundis an der Meeresküſte.
Als der Graf von Penhvöl, gefolgt von ſeinem alten Diener, auf die Schwelle der Thüre des Thur⸗ mes kam, hatte der Leichenzug ſchon zwei Drittel der


