Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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dieſes Leben, das Du mir gegeben, zu ertragen, und ich tödte mich. Lebe Du hienach, wenn Du kannſt!

Gott hatte ihn uns gegeben, Gott hat ihn uns genommen, preiſen wir Gott! ſprach der alte Diener mit einer gewiſſen religiöſen Begeiſterung, wie man ſie noch in unſeren Tagen bei der Ureinwohnerſchaft der alten Bretagne findet.

Was ſprichſt Du von Gott? rief der alte Edel⸗ mann mit ſtolzem Uebermuthe.Als der Pachthof Deines Vaters, als alle Früchte ſeines Speiſekellers, als alles Getreide ſeines Speichers, als alles Vieh ſei⸗ ner Ställe, als Alles, was Dein Vater, ein Greis von neunzig Jahren, ſeit fünfzig Jahren angehäuft hatte, vor achtzehn Monaten durch einen Strohhalm verzehrt wurde, glaubſt Du, Dein Vater habe Gott geprieſen, Hervey? Als die Marianne, in dem Augenblicke, wo ſie in den Hafen einlaufen ſollte, vor ſechs Monaten dort an den Felſen ſtrandete, vor dem Werfte, wo ſie erbaut worden war, nach einer langen und gefahrvollen Fahrt nach Indien, als hiebei nebſt ſeiner Ladung ſeine achtzehn Matroſen und ſeine hun⸗ dert und zwanzig Paſſagiere von den Wellen verſchlungen wurden, glaubſt Du, ſie haben Gott geprieſen, diejeni⸗ gen, welche in den Abgrund niederſanken? Als vor ſechs Monaten die Loire Städte, Dörfer und Hütten fortreißend austrat, glaubſt Du, ſie haben Gott geprie⸗ ſen, diejenigen, welche auf ihren Dächern ſitzend, Gott um Gnade und Barmherzigkeit anrufend, ihre Häuſer wanken, ſich ſpalten und unter ihnen einſtürzen fühlten? Nein, Hervey, nein, ſie haben es gemacht wie ich, ſie haben

Nehmen Sie ſich in Acht, Herr! rief Hervey. Sie ſind im Begriffe, Gott zu läſtern!

Doch ehe der alte Diener dieſe Worte geſprochen hatte, war der Graf von Penhoöl auf die Kniee ge⸗ fallen, und er rief:

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