Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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334 nen! Der Kleine wird frieren: bedenke, daß er erſt drei Jahre alt iſt!

Doch die Amme, eine robuſte Bäuerin, gewohnt bei jeder Witterung die Netze ihres Mannes an der Meeresküſte zu flicken, antwortete:

Und mein Kleiner, der erſt vier Jahre alt und mit ſeinem Vater ſchon in See iſt, weil ich den Ihri⸗ gen pflege, Frau Gräfin, und keinen Dienſtboten habe, um ihn zu hüten, glauben Sie, er friere nicht auch?

Und die arme Frau ſuchte die Barke ihres Man⸗ nes durch Wellen und Nebel zu erſchauen.

Du drehteſt Dich gegen ſie um und ſagteſt zu ihr:

Jeanne, ſchämt Ihr Euch nicht, daß Ihr Euer Kind mit dem der Frau Gräfin vergleicht, Ihr, die Ihr nur eine unglückliche Bäuerin ſeid, während die Frau Gräfin eine vornehme Dame iſt?

Doch ſie antwortete;

Es iſt möglich, Hervey, daß die Frau Grä⸗ fin eine vornehme Dame iſt, und daß ich nur eine Bäuerin bin; ich weiß aber, daß Jemmy mein Sohn iſt, wie Colombau der Sohn der Frau Gräfin. Es gibt vielleicht vor Gott einen Unterſchied zwiſchen dem Range der zwei Kinder, doch es gibt keinen zwiſchen den⸗ Herzen von zwei Müttern!

Und Du ſiehſt, Hervey, fuhr der Greis fort, der Sohn der Amme iſt todt und mein Sohn iſt auch todt! Du ſiehſt, daß kein Unterſchied zwiſchen ihnen ſtattfand, da ſie Beide ſterblich waren.. Die Gräfin hatte Unrecht, die Amme hatte Recht, und der Tod hat ſie gleich gemacht!

Mein armer Herr! murmelte Herveh, als er dieſe melancholiſchen Worte des alten Edelmanns hörte, dem der Schmerz eine Lection in der Gleichheit gab.

Einige Jahre nachher, fuhr der arme Vater fort, in ſeinem Geiſte Alles das wieder anknüpfend, was die Oertlichkeit an einſt ſüßen, heute bitteren Er⸗ innerungen in ihm zurückrief,einige Jahre nachher,

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