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geruht, noch etwas zu ſich genommen haben, abgeſehen davon, daß Sie ſich ſo wenig um die Kälte bekümmern, als wenn wir im Monat Juni wären.“
Diesmal ſchien der Graf zu bemerken, daß ſein alter Diener da war; denn er ſprach zu ihm, jedoch ohne ihm das, was er ſagte, zu antworten:
„Hörſt Du nicht in der Ferne das Geräuſch eines Wagens auf der Straße von Paris?“ fragte er.
„Nein, mein guter, theurer gnädigſter Herr,“ er⸗ wiederte der Diener;„ich höre nichts als das Meer rollen und den Weſtwind, der in den Fichten heult. Es iſt ſchlimm mit bloßem Kopfe im Morgenwinde bleiben. Ich bitte Sie alſo flehentlich, mein lieber Herr, gehen Sie hinab!“
Der Graf ließ ſeinen Kopf auf die Bruſt fallen, als beugte ſich dieſer Kopf unter der Laſt einer Erin⸗ nerung.
„Erinnerſt Du Dich ſeiner, Hervey?“ ſagte er immer ſeinen düſteren Gedanken verfolgend.„Als er auf die Welt kam, als ſeine Mutter mir ihn als einen ſichtbaren vom Himmel auf unſer Haus herabgeſtiegenen Segen gab, warſt Du ſchon fünf Jahre bei uns.“
„Ja, gnädigſter Herr, ich erinnere mich!“ ant⸗ wortete der alte Hervey mit erſtickter Stimme.
„Eines Tags,— das Kind war drei Jahre alt, führte man es auf dem Gipfel des Thurmes ſpazieren, von wo aus wir das wilde Meer anſchauten; das Meer hatte gerade einen ſeiner Tage des Zornes. Die⸗ jenige, welche es ſpazieren führte, war ſeine ehemalige Amme, die ſeine Wärterin geworden. Sie hatte das Kind dahin geführt, nicht um es zu zerſtreuen, ſondern in der Hoffnung, ſie werde von fern die Barke ihres Mannes ſehen, der Fiſcher war. Die Gräfin, die ihren Sohn überall ſuchte, ſtieg bis hier herauf, und als ſie den Sturmwind ſah, der in den blonden Haaren des Kindes wehte, ſprach ſie:
„Aber, Amme, Du gibſt nicht Acht auf den Klei⸗


