Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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von der der Himmel das Gewölbe, die Fichten der großen Allee die Säulen und der Thurm der Altan ge⸗ weſen wären. Der bläuliche Rauch, der zum Himmel aufſtieg, war der Weihrauch, den man unter ihrem Porticus verbrannte.

Was noch beſonders etwas Pittoreskes dieſem Ge⸗ mälde beifügte, das war,— auf dem Gipfel des Thur⸗ mes, auf die Bruſtlehne geſtützt, unbeweglich daſtehend, — eine Perſon, die man für eine Bildſäule von Gra⸗ nit gehalten haben würde, hätte nicht der ſcharf wehende Herbſtwind ihre langen weißen Haare aufgehoben und flattern gemacht.

Dieſe Perſon war ein ſchöner Greis, ganz ſchwarz gekleidet, dem Meere den Rücken zuwendend und in die ungeheure Allee einen von Zeit zu Zeit durch Thränen, die er mit einem Taſchentuche ſtillte, verdunkelten Blick tauchend. Dieſe Bewegung war übrigens die einzige, die er machte. Was die Thränen betrifft, ſie wurden verurſacht durch eine Traurigkeit, welche ſie ſtill dem Herzen entquellen machte, oder nur durch dieſen Wind, der ſo ſcharf wie jener, welcher das Geſicht der Schild⸗ wachen von Hamlet auf der Plattform des Schloſſes Helſengör veitſchte.

Ein einziges Wort wird die Quelle der Thränen bezeichnen, weiche die Augen des Greiſes verdunkelten: dieſer Greis war der Vater von Colombau, der Graf von Penhoél.

Man war ungefähr in der Nitte des Monats Februar.

Drei Tage vorher hatte er den Brief von Colom⸗ bau erhalten, einen Brief, der ihm den Tod ſeines einzigen Kindes anzeigte.

Der Vater erwarkete die Leiche des Sohnes.

Darum waren ſeine Augen ſo beharrlich auf die Fichtenallee gebeftet, welche nach dem Dorfe Penhvél führte: durch dieſe Fichtenallee mußte der Leichnam von Colombau kommen.