Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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CXIX.

Wo bewieſen iſt, daß nur die Berge allein nicht zuſammentreffen.

Das linke Knie an den Randſtein des Brunnens gedrückt, den rechten Fuß ein wenig rückwärts, warteten die zwei Männer auf einen letzten Befehl.

Herr Jackal ſchaute ſie an, indem er ſeine Brille emporhob, obſchon er ſie von ſeiner hohen Stellung aus vollkommen ſehen konnte, ohne ſich dieſe Mühe zu nehmen.

Dann ſchob er einen Augenblick ſeinen Stock unter ſeinen Arm und machte:

„Ah!“

Und wie ein Menſch, der zur Stunde der Reiſe etwas Wichtiges vergißt, ſtörte er in ſeiner Taſche, zog ſeine Tabatiere heraus, öffnete ſie mit Begierde, ſteckte den Daumen und den Zeigefinger hinein und ſtopfte ſich die Naſe mit einer Priſe Tabak voll. Wonach er ſeinen Stock wieder nahm,— ein Zubehör, das nicht ohne Wichtigkeit bei dem Hinabſteigen war, welches er unter⸗ nehmen wollte.

„Und nun, ſeid Ihr bereit?“ fragte er.

„Ja, Herr Jackal,“ antworteten die zwei Männer.

„Vorwärts alſo! und langſam, da die Wände die⸗ ſes Brunnens nicht genau behauen ſind.“

Uund mit einer Hand das Seil einen Fuß über ſeinem Kopfe ergreifend, während er mit der andern und mit Hülfe ſeines Stockes ſich in einer angemeſſenen Entfernung von der Mauer zu halten gedachte, ließ er ſich, — den Körper in vollkommenem Gleichgewichte mitten im Raume,— in den Mittelpunkt des Brunnens hinab.

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