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mache Deinen Gürtel los und gib ihn mir.. Ich werde hinabſteigen.“
„Bin ich denn nicht da, Herr Jackal?“ fragte Carmagnole.
„Ja, Du biſt ein Braver, Carmagnole; doch ich habe es mir überlegt; ich ziehe es vor, wenn ich ſelbſt hinabſteige. Ich weiß nicht warum: ich habe eine gute Meinung von dem, was ich in der Tiefe dieſes Brun⸗ nens erfahren werde.“
„Natürlich!“ bemerkte Carmagnole;„ſagt man nicht, dort treffe man die Wahrheit?“
„Man ſagt es in der That, geiſtreicher Carmag⸗ nole,“ erwiederte Herr Jackal, während er um ſeine Lenden den Gürtel von Longue⸗Avvine befeſtigte,— ein Gürtel ähnlich dem unſerer Pompiers, das heißt ungefähr vier Zoll breit und am Mittelpunkte mit einem Ringe verſehen.„Und nun,“ fuhr Herr Jackal fort,„zwei kräftige Männer, um dieſes Seil zu halten.“
„Hier bin ich!“ rief haſtig Carmagnole.
„Nein, nicht Du,“ entgegnete Herr Jackal eben ſo lebhaft ausſchlagend, als Carmagnole angeboten hatte. „Ich hege ein großes Vertrauen zu Deinen moraliſchen Kräſten, doch ich habe kein Vertrauen zu Deinen phy⸗ ſiſchen Kräften.“
Die zwei Fackelträger, kurze, unterſetzte, viereckige, wie Eichen knorrige Leute, ergriffen eines der Enden des Seils; einer von ihnen befeſtigte es um den Leib ſeines Kameraden, und machte ſelbſt einen Knoten um ſein Fauſtgelenke; wonach Hert Jackal, der den Ring in die am andern Ende des Seiles angebrachte eiſerne Klammer hatte einfügen laſſen, auf den Randſtein des Brunnens ſtieg und zu ſeinen Leuten mit einer Stimme, in der ſich unmöglich die geringſte Veränderung erkennen ließ, ſagte:
„Achtung, Kinder!“


