Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Rettet mich, tauſend Götter! zu Hülfe, Sacra⸗ ment! man ermordet mich, alle Donner!“

Kurz alle Flüche und Schwüre, welche Galilée Copernic von Fafiou verlangt hatte, um ſeinen Ver⸗ ſprechungen mehr Förmlichkeit zu geben.— Die Flüche, die ſich ein Pitre auf der Bühne erlauben darß ſind indeſſen nicht entſchuldbar von Seiten eines Menſchen, der proviſoriſch hundert Fuß unter der Erde begraben iſt.

Herr Jackal neigte den Kopf gegen den Brunnen und rief dem ungeduidigen Sünder zu:

„Ei! tauſend Donner und Teufel! warte ein we⸗ nig, man kommt ſchon!“

„Gott vergelte es Ihnen!“ antwortete der Unbe⸗ kannte, völlig beruhigt durch dieſes Verſprechen.

Hienach erſchien Longue⸗Avoine wieder; er trug in ſeinen Armen das in Form eines 8 aufgerollte Seil ſeines Brunnens.

„Gut!“ ſagte Herr Jackal,„ſchlage Dein Seil um den Kloben... Du haſt wohl einen ſoliden Gürtel?“

„Oh! was das betrifft, ja, Herr Jackal.“

„Nun wohl! wir wollen Dich am Gürtel anhaken, und Du wirſt in die Tiefe des Brunnens hinabſteigen.“

Longue⸗Avoine wich drei Schritte zurück.

„Ei, was erfaßt Dich?“ fragte Herr Jackal. „Weigerſt Du Dich in dieſen Brunnen hinabzuſteigen?“

„Nein! Herr Jackal,“ antwortete Longue⸗Avoine, „ich weigere mich nicht poſitiv. doch ich willige auch nicht ein.“

„Und warum dies?“

„Es iſt mir von meinem Arzte förmlich verboten, mich an feuchten Orten aufzuhalten, weil ich ſo ſehr zu Rheumatismen geneigt bin; und ich erlaube mir zu behaupten, daß der Grund dieſes Brunnens voll Feuch⸗ tigkeit iſt.“

„Ich kannte Dich als feig, Longue⸗Avvine,“ ſagte Herr Jackal,„doch nicht in dieſem Grade!.. Raſch,