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„Ich auch,“ ſagte Carmagnole.
„Wäre Gibaſſier in dieſem Augenblicke nicht im Bagno von Toulon, wo er es wärmer haben muß als hier,“ ſprach Herr Jackal,„ſo würde ich ſagen, er ſei in extremis und mache ſeine Gewiſſensprüfung.“
Derjenige, welcher in der Tiefe des Brunnens 6 war, hörte ohne Zweifel, daß man über ſeinem Kopfe ſprach, denn plötzlich den Ton verändernd, brüllte er mehr, als er rief:
„Zu Hülfe! Mörder! zu Hülfe!“
Herr Jackal ſchüttelte den Kopf.
„Er ruft: Mörder!“ ſagte er:„das kann nicht Gibaſſier ſein... wenn er nicht etwa gegen ſich ſelbſt zu Hülfe ruft.“
„Zu Hülfe! rettet mich!“ ſchrie die unterirdiſche Stimme.
„Du wohnſt im Quartier, Longue⸗Avoine?“ fragte Herr Jackal..
„Zwei Schritte von hier.“
„Du mußt einen Brunnen haben?“
„Ja, Herr.“
„Dann iſt an Deinem Brunnen ein Seil?“
„Von hundert und fünfzig Fuß.“
„Hole Dein Seil.“
„Verzeihen Sie, Herr Jackal, aber...
„Es iſt noch ein Kloben da: nichts kann leichter, ſein, als hinabzuſteigen.“
Longue⸗Avoine machte eine Mundverziehung, welche bedeutete:„Leicht vielleicht für Sie, doch nicht für mich.“
„Nun?“ fragte Herr Jackal.
„Man geht,“ erwiederte Longue⸗Avoine. 3
Und er verſchwand auf der Seite der Impaſſe⸗des⸗
Vignes. Die Stimme fuhr indeſſen immer fort, und zwar
in den höchſten Tönen, diesmal aber nicht mehr als reumüthiger Sünder, ſondern als Gottesläſterer auf. die erſchrecklichſte Art fluchend. 3


