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ſchloſſen war, mochte er nun vertrocknet ſein, mochte der Polizeipräfect den Reclamationen gewiſſer furchtſamer Bürger willfahren zu müſſen geglaubt haben.
„Nimm mir dieſe Thüre da weg!“ ſagte Herr Jackal zu einem von ſeinen Leuten.
Derjenige, welchem man den Befehl gegeben hatte, ging mit einer Hebeſtange hinzu; doch bei der erſten Anſtrengung, die er machte, bemerkte er, daß das Vor⸗ hängſchloß gebrochen war.
Die Thüre gab ohne Widerſtand nach.
Herr Jackal ſtreckte ſeinen Kopf in die Oeffnung, horchte und hörte aus den Eingeweiden der Erde die von einer hohlen Stimme geſprochenen Worte hervorkommen.
„Herr mein Gott! thu ein Wunder für Deinen ganz ergebenen Diener!“
„Das iſt eine religiöſe Perſon,“ ſagte Longue⸗ Avoine ſich bekreuzend.
„Herr! Herr!“ fuhr die Stimme fort,„ich bekenne alle meine Sünden, und ich bereue ſie... Herr! Herr! laß mich durch Deine Gnade das Licht des Himmels wiederſehen, und ich werde den Reſt der Tage, die ich Dir verdanke, damit zubringen, daß ich Deinen heili⸗ gen Namen preiſe.“
„Das iſt ſeltſam,“ ſprach Herr Jackal,„mir ſcheint, ich kenne dieſe Stimme.“
Und er horchte noch aufmerkſamer.
ie Stimme fuhr fort:
„Ich ſchwöre meine Irrthümer ab, ich bekenne meine Verbrechen.. Ich geſtehe, daß ich mein Leben lang ein abſcheulicher Böſewicht geweſen binz doch ich rufe um Gnade aus den Tiefen des Abgrunds!“
„De profundis clamavi ad te!“ pſalmodirte Lon⸗ gue⸗Avvine für den unbekannten Sünder betend.
„Ganz gewiß habe ich dieſe Stimme ſchon gehört,“ murmelte Herr Jackal, der im höchſten Grade das Ge⸗ dächtniß der Töne beſaß.
Die Mohicaner von Paris. v. 5


