Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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Man ließ auf der Straße die zwei Männer, welche außen Wache gehalten hatten: ſie ſollten bis Tagesan⸗ bruch in der Rue des Poſtes auf und abgehen.

So nachdenkend, ſo düſter als Hippolyt, den Kopf ſo geſenkt wie die Renner des claſſiſchen Helden, ver⸗ tieft in einen Gedanken, der nicht minder traurig, als der, welcher den Geiſt dieſer edlen Thiere beſchäftigte, wandte ſich Herr Jackal nach der Rue du Puits⸗qui⸗parle.

Doch in dem Augenblicke, wo er in dieſe Straße eintrat, blieb Herr Jackal plötzlich ſtehen.

Carmagnole und Longue⸗Avoine, als ſie ſahen, daß ihr Chef ſtehen blieb, blieben auch ſtehen: der Reſt der Brigade folgte dem Beiſpiele und machte Halt.

Ein Stöhnen ſchien unter dem Pflaſter hervorzu⸗ kommen.

Es war dieſes Stöhnen, was das geübte Ohr von Herrn Jackal betroffen hatte, und er war ſtehen geblie⸗ ben, um zu entdecken, woher es kam.

„Man horche!“ ſagte Herr Jackal.

Sogleich ſpitzte Jeder das Ohr, die Einen blieben unbeweglich an dem Orte, wo ſie ſich befanden, die Anderen hielten ihre Gehörsmündung an die Mauer, wieder Andere drückten, wie die Wilden Americas, die⸗ ſelbe Gehörsmündung an das Pflaſter.

Das Reſultat des Horchens war, daß ein Menſch ein fürchterliches Stöhnen von ſich gab, und daß dieſes Stöhnen aus dem Mittelpunkte der Erde zu kommen ſchien. Doch an welchem Orte wurde dieſes Stöhnen ausgeſtoßen? Das konnte Niemand genau ſagen.

„Ich fange entſchieden an zu glauben, daß ich das Spielzeug eines geſchickten Zauberers bin!“ ſagte Herr Jackal.„Sechzig Menſchen verdunſtet wie eben ſo viel Seifenblaſen, Pflaſterſteine um Hülfe rufend, ein Stöhnen, das man weiß nicht woher kommt, wie im Befreiten Jeruſalem von Taſſo, Alles dies, meine Kinder, gibt unſerer Forſchung die Wichtigkeit eines Kampfes mit einer verborgenen Macht.— Laſſen wir

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