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„Es gibt,“ antwortete Herr Jackal,„daß der arme Junge wahrſcheinlich todt iſt.“
„Wer, todt?“ fragte Longue⸗Avoine, nach innen ſchielend, ſtatt nach außen zu ſchielen.
„Wer dies?.. Vol⸗au⸗Vent, bei Gott!“
„Vol⸗ au-Vent todt?“ murmelten im Chor die Polizeiagenten.
„Ich befürchte es ſehr,“ erwiederte Herr Jackal.
„Und warum ſollte Vol⸗au-Vent todt ſein?“
„Einmal habe ich ſeine Stimme in dem Schrei, den wir gehört, zu erkennen geglaubt; und wenn er ſechzig Fuß herabgefallen iſt, wie ich annehme,— denn man kann die Höhe eines Sturzes durch das Geräuſch, das er hervorbringt, ermeſſen,— wenn er ſechzig Fuß herabgefallen iſt, ſo ſind wenigſtens ſechzig Chancen bei hundert, daß er auf der Stelle getödtet worden iſt, oder daß wir ihn ſehr krank wiederfinden!“
Das unheimliche Stillſchweigen, welches auf das Geräuſch des Sturzes gefolgt war, folgte auch auf die Worte von Herrn Jackal; dann hörte man das Ge⸗ räuſch eines zweiten Falles, doch eines leichteren; man hätte glauben ſollen, es ſei Jemand mit geſchloſſenen Füßen von der Höhe eines erſten Stockes auf den Boden des Saales herabgeſprungen; wenigſtens war dies die Meinung von Herrn Jackal, und trotz der Argumente von Longue⸗Avoine, beharrte er bei dieſer Meinung, welche, wie man ſehen wird, bewunderungswürdig war.
Fünf Minuten nachher hörte man hinter der Thüre das Gemurmel einer Stimme, welche fragte:
„Sind Sie es, Herr Jackal?“
„Ja Biſt Du es, Carmagnole?“
„Ich bin es.“
„Kannſt Du uns aufmachen?“
„Ich glaube. Doch es iſt hier ſo finſter wie in einem Ofen: ich will anzünden.“
„Zünde an!. Haſt Du die Dietriche?“


