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„Vor Allem erfahren Sie, Herr Jackal; ich richte es immer ſo ein, daß ich nur gute Bekanntſchaften habe.“
„Das iſt ſchwierig bei dem Handwerk, das Du treibſt; doch weiter.“
„Ich habe alſo Freundſchaft mit einer Stühlever⸗ mietherin von Saint⸗Jacques⸗du⸗Haut⸗Pas geſchloſſen.“
„Immer durch Religion?“
„Durch Religion, ja, Herr Jackal.“
Herr Jackal ſtopfte ſich die Naſe mit Tabak voll, mit der Wuth eines Menſchen, der durch ſeine Stel⸗ lung genöthigt iſt, ſich den Anſchein zu geben, als glaubte er an Dinge, an welche er nicht glaubt.
„Dieſe Stühlevermietherin wohnt in der Impaſſe des Vignes, in dem Hauſe, in welches ſo eben Car⸗ magnole eingetreten iſt.“
„Im erſten Stocke, ich weiß es.“
„Ah! Sie wiſſen das, Herr Jackal?“
„Dies und noch viele andere Dinge! Du ſagſt alſo die Barbette bewohne ein Zimmer im erſten Stocke?“
„Sie wiſſen den Namen meiner Stühlevermietherin, Herr Jackal?“
„Ich weiß den Namen aller Stühlevermietherinnen von Paris, mögen ſie Stühle auf dem Boulevard de Gand, auf den Champs⸗Eliſées oder in den Kirchen vermiethen. Vorwärts, immer Vorwärts!“
„Nun wohl, eines Tags, oder vielmehr in einer Nacht, da die Barbette eben ihre Gebete ſprach, hörte ſie hinter der Wand ihres Alcovens, als käme es vom Nachbarhauſe, ein Geräuſch von verworrenen Stimmen und von heftigen Tritten. Dieſes Geräuſch dauerte von halb neun Uhr bis halb elf Uhr; und als ich ge⸗ ſ elf Uhr zu ihr kam, ſagte ſie mir, es ſcheine ihr, ie habe jenſeits der Wand ein ganzes Regiment ma⸗ noeuvriren hören. Ich wollte es nicht glauben und ſchrieb dieſe Erzählung einer von den extatiſchen Träu⸗


