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Die Schaubühne liegt, wie geſagt, in der Rue des Poſtes, ganz nahe bei der Impaſſe des Vignes, ein paar Schritte vom Puits⸗qui⸗parle; die Decvration ſtellt ein kleines einſtockiges Haus mit einer einzigen Thüre und einem einzigen auf die Straße gehenden Fenſter vor.— Dieſes Haus hatte vielleicht noch andere Thů⸗ ren und andere Fenſter; doch dieſe Thüren und dieſe Fenſter gingen ohne Zweifel auf einen Hof oder einen Garten.
Es war halb neun Uhr Abends, und die Sterne, dieſe Veilchen der Nacht, feierten, vor den Blicken der Menſchen glänzender als je wiedererſcheinend, wie die Veilchen, die Sterne des Tages, die erſten Stunden des Frühlings. Es war in der That eine ſchöne Nacht, klar und leuchtend, heiter und mild wie eine Sommer⸗ nacht, wie die Nacht eines Dichters oder eines Ver⸗ liebten.
Es gewährte einen unendlichen Reiz, ſich in dieſer erſten lauen Nacht zu ergehen und es geſchah ohne Zweifel, um ſich dieſem Gefühle zugleich voll idealer und ſinnlicher Wolluſt zu überlaſſen, daß ein Mann in einen großen braunen Ueberrock gehüllt, ſeit ungefähr ⸗ einer Stunde, die Rue des Poſtes, im Winkel der Häuſer oder in den Vertiefungen der Thüren, wenn Jemand vorüberkam, verſchwindend, auf und ab ging.
Bei einiger Ueberlegung konnte man ſich indeſſen ſchwer erklären, daß dieſer Liebhaber der Natur, um die erſten Frühlingslüfte einzuathmen, eine ſo öde und beſonders ſo kothige Straße gewählt hatte, wie es die Rue des Poſtes war, obſchon es ſeit einer Woche nicht mehr geregnet; denn die Rue des Poſtes ſcheint, wie jene Straßen, von denen in dem Buche betitelt Neg⸗ pel ohne Sonne die Rede iſt,— ohne Zweifel durch die Fürſprache der Jeſuiten, die ſie bewohnten und noch bewohnen,— däs Privilegium eines ewigen i und einer ſchützenden Dunkelheit erlangt zu aben,
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