Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Alles bezeichnete bei ihm in den geringſten Ein⸗ zelheiten ein tiefes Studium des Comfortablen und des Auserleſenen. Wie er glaubte, er dürfe den Bordeaux Haut⸗Laffitte nur aus den Muuſſeline⸗Gläſern trinken, wo ſich die Durchſichtigkeit mit der Feinheit des Kri⸗ ſtalls verbindet, um die Augen und die Lippen nichts von der Farbe und dem Dufte des Weines verlieren zu laſſen, eben ſo hätte er ſeinen Kaffee aus keinem anderen Gefäße als aus einer Taſſe von chineſiſchem Porzellan oder altem Sbvres zu ſich genommen.

Der Kaffee wartete alſo rauchend und duftend in einer Kaffeekanne von Vermeil und in Geſeltſchaft einer Zuckerdoſe von demſelben Metalle, von zwei fei⸗ nen Taſſen mit goldenen Blumen und zwei Carafons mit verſchiedenen Liqueurs.

„Ah!“ ſagte der General, indem er ſeinen Neffen in ein Fauteuil ſchob,„ſetzen wir uns, Du hier, ich dort, und trinken wir unſern Kaffee als Philoſophen, welche zu ſchätzen wiſſen, was es an Zeit, an Ereig⸗ niſſen, an Menſchen von Genie, an großen Königen, an glühenden Sonnen gebraucht hat, um dieſe zwei ſchmackhaften Subſtanzen, eingeheimſt bei den zwei An⸗ tipoden der Welt, die man Martinique und Mokka nennt, zu bereiten!“

Petrus war aber in einer ganz anderen Ideen⸗ ordnung.

„Mein guter Oheim,“ erwiederte er,„glauben Sie, in einem andern Momente würde ich wie Sie, obſchon weniger gelehrt und weniger vhiloſophiſch, das ganze Aroma dieſes göttlichen Trankes ſchätzen; doch zu die⸗ ſer Stunde, Sie müſſen das begreifen, find alle meine Phhſiſchen und moraliſchen Fähigkeiten bei der Frage Loncentrirt, die ich an Sie wiederholen will: was kann ei meiner Liebe für Fräulein von Lamothe⸗Houdan ſein, was Sie ſo freudig macht?“

„Ich werde Dir das ſogleich erklären, wenn ich meinen Kaffee getrunken habe. Du weißt, was ich