Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Nun denn, ich habe Sie ſchändlich getäuſcht, duckmäuſeriſch getäuſcht, mein lieber Oheim.“

„Halunke!“

„Mein Modell war ſie!“

„Sie, wer ſie?“

„Sie wollen, daß ich Ihnen ihren Namen ſage?“

„Ob ich das will? ich glaube wohl!“

„Bemerken Sie wohl, daß ich weder die Hoffnung habe, je ihr Gatte zu werden, noch die Prätenſion, je ihr Geliebter zu ſein.“

„Ein Grund mehr, ſie zu nennen: nach einem ſol⸗ chen Eingange iſt es keine Indiscretion.“

„Es iſt Fräulein...

Petrus hielt ganz zitternd inne; es ſchien ihm, er begehe ein Verbrechen.

„Es iſt Fräulein?“ wiederholte der General.

„Fräulein Regina.“

„Von Lamothe⸗Houdan?“

„Ja, mein Oheim.“

„Ah!“ rief der General, indem er ſich heftig rück⸗ wärts warf,„ah! bravo, mein Reffe! Hätten wir den Tiſch nicht zwiſchen uns, ich fiele Dir um den Hals und würde Dich umarmen!“

„Was wollen Sie damit ſagen?“

„Ich ſage, daß es einen Gott für die redlichen Leute gibt!“

„Ich begreife nicht... ſei„Ich ſage, Du wirſt mein Rodrigo, mein Rächer ein.“

„Ich bitte, erklären Sie ſich.“

„Mein Freund, fordere von mir Alles, was Du willſt: Du haſt mir das größte Vergnügen gemacht, das ich in meinem Leben empfunden habe.“ „Oh! mein Oheim, glauben Sie mir, ich bin hierüber vor Freude außer mir! Ich kann alſo fort⸗ fahren?“

„Rein, nicht hier, mein Kind: ich bin ein Philv⸗