Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Du haſt eine Geliebte, ſage ich Dir! Das iſt klar wie der Tag.“

„Ich ſchwöre Ihnen, nein.“

„Ich ſehe ſie von hier aus: ſie iſt vierzig Jahre alt; ſie hält Dich in ihren Klauen; Ihr habt Euch geſchworen, einander ewig zu lieben, Ihr glaubt Euch allein in der Welt, und Ihr bildet Euch ein, die Dinge werden ſo fortdauern, bis zu dem Tage, wo die Trom⸗ pete des jüngſten Gerichtes ertönt.“

„Warum vierzig Jahre?“ fragte Petrus lachend.

„Weil man nur mit vierzig Jahren an die Ewig⸗ keit der Liebe glaubt... Lache nicht: das iſt Dein na⸗ gender Wurm, ich bin deſſen, was ich ſage, ſicher. In dieſem Falle, mein Freund,“ fügte der General mit einem tiefen Mitleiden bei,„in dieſem Falle tadle ich Dich nicht mehr, ich beklage Dich, und es bleibt Dir nichts übrig, als ruhig den Tod Deiner Infantin ab⸗ zuwarten.“

„Nun wohl, mein Oheim.

„Was?“

„Da Sie ſo gut ſind...

„Du verlangſt von mir meine Einwilligung, um Deine Großmutter zu heirathen, Unglücklicher?“ Nein, ſeien Sie unbeſorgt.“

„Du willſt mich inſtändig bitten, die Kinder, die Du gehabt haſt, anzuerkennen!“

„Mein Oheim, beruhigen Sie ſich, ich habe nicht das Glück, Vater zu ſein.“

„Iſt man deſſen je ſicher? In dem Augenblicke, wo Du eintratſt, wollte mich die Marquiſe de la Tour⸗ nelle überreden..

„Was?“

„Nichts Fahre fort; ich bin auf Alles ge⸗ faßt; nur, wenn die Sache zu ernſt iſt, verſchiebe ſie auf morgen, um meine Verdauung nicht zu ſtören.“

„Sie können das, was ich Ihnen ſagen will, ohne Gemüthsbewegung hören.“