Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Und warum?“ „Weil man nie bei den Andern einen Widerwillen gegen das erregen muß, was uns nicht anſteht. Höre, Petrus, ſei ein guter Junge; heiratheſt Du nicht um Deinetwillen, ſo heirathe Deinem Oheim zu Liebe.“

„Sie verlangen von mir gerade das Einzige, was ich nicht für Sie thun kann.“

„So gib mir doch wenigſtens einen gültigen Grund an, tauſend Millionen Donnerwetter!“

„Mein Oheim, ich will mein Vermögen nicht von einer Frau haben.“

„Und aus welchem Grunde?“

„Mir ſcheint, es liegt etwas Schmähliches in die⸗ ſer Berechnung.“

„Nicht ſchlecht für den Sohn eines Piraten. Nun wohl, ich ſteure Dich aus.“

„Oh! mein Oheim...

„Ich gebe Dir hunderttauſend Franken.“

„Ich bin als Junggeſelle reicher ohne Ihre hun⸗ derttauſend Franken, als ich verheirathet mit fünftau⸗ ſend Livres Rente mehr wäre.“

„Ich gebe Dir zweimal hunderttauſend, ich gebe Dir dreimal hunderttauſend, ich gebe Dir die Hälfte meines Vermögens, wenn es ſein muß; was Teufels! ich bin nicht umſonſt Bretagner!“

Petrus nahm die Hand ſeines Oheims und küßte ſie zärtlich.

„Du küſſeſt mir die Hand, was bedeutet:„„Gehen Sie zum Henker, mein Oheim, und je weiter Sie gehen werden, deſto mehr werden Sie mir Vergnügen machen!““

„Oh! mein Oheim!“

„Ah! ich habe es!“ rief der General, indem er ſich vor die Stirne ſchlug.

„Ich glaube nicht,“ erwiederte Petrus lächelnd. „Du haſt eine Geliebte, Unglücklicher!“ „Sie irren ſich, mein Oheim.“