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Lydie von Marande, einer der jüngſten, der ſchönſten und der einflußreichſten Frauen unſerer Zeit vorgeſtellt; Du biſt natürlich am Tage Deiner Vorſtellung dort geweſen; in der folgenden Woche haſt Du Deine Karte abgegeben, und Du biſt nicht mehr dahin gekommen. Sie empfängt die beſte Geſellſchaft...
„Oh! mein Oheim, ſagen Sie die ſchlechteſte: ſie
empfängt Jedermann; man ſollte glauben, es ſei ein Miniſterſakon.“
„Mein lieber Reffe, ich habe von Dir ziemlich lange mit Frau von Marande geſprochen; ſie hat Dich angenehm von Geſicht gefunden, doch fie liebt Deine Tournure nicht.“
„Soll ich Ihnen eine Idee vom Geſchmacke der Frau von Marande geben?“
„Ihr Mann hatte die Locuſta von Sigalon, ein Meiſterwerk, gekauft: ſie hatte keine Ruhe, bis das Bild dem Künſtler zurückgegeben war, unter dem Vorwande, das ſei kein Gegenſtand, der angenehm anzuſchauen.“
„Er war in der That nicht ſehr angenehm.“
„Als ob die Bartholomäusnacht von Espag⸗ nolet*) etwas Ergötzliches wäre.“
„Ich möchte die Bartholomäusnacht von Es⸗ pagnolet auch nicht in meinem Speiſezimmer haben.“
„Ei! mein Oheim, ſuchen Sie dieſelbe zu bekom⸗ men: Sie werden fie mir ſchenken.“
„Ich will mich bemühen unter der Bedingung, daß Du zu Frau von Marande zurückkehrſt.“
„Ich fing an ſie zu lieben, mein Oheim; Sie wer⸗ den machen, daß ich ſie haſſe.“
„Warum dies?“ „„Eine Frau, die einen Künſtler empfängt und an ihm nichts Anderes ſieht, als ein angenehmes Geſicht und eine ſchlechte Tournure.“
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NRibeira, genannt Spagnoletto oder Espagnolet malt vorzugsweiſe gräßliche Gegenſtände. S


