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doch zu koſtbar, mein lieber Petrus, als daß ich Dir erlauben würde, es ſo leichtſinnig preiszugeben.“ „Sie ſind ein vertrocknetes Herz, mein Oheim:
Sie glauben an nichts mehr!“ Du täuſcheſt Dich; ich glaube an Deine Zuneigung,
„
und Deine Zuneigung iſt um ſo uneigennütziger, als
ich Dir nie etwas gegeben habe und nie etwas zu meinen Lebzeiten geben werde, ausgenommen mein Mit⸗ tagsbrod, wenn Du ſo gut ſein willſt, zu kommen und es zu nehmen;— und das heutige ſcheint mir noch ſehr problematiſch!— Mehr noch: ich glaube an Deine Zukunft, wenn Du Deine Zeit, Dein Talent, Dein Leben nicht verſchleuderſt. Du biſt Maler; Du ſtellſt ſeit drei Jahren aus; Du haſt im vorigen Jahre die goldene Medaille bekommen, und Du trägſt weder einen ſpitzigen Filzhut, noch ein mittelalterliches Wamms, noch anliegende Hoſen; Du kleideſt Dich wie Jeder⸗ mannz ſo daß Du nicht genöthigt biſt, wenn Du aus⸗ gehſt, aus Leibeskräften zu laufen, damit Dir nicht wie einer Maske alle Gaſſenbuben des Quartiers fol⸗ gen; das iſt ſchon etwas. Nun wohl, willſt Du bei den Anlagen, die Du haſt, die Rathſchläge eines Grei⸗ ſes, der viel geſehen, nicht verachten...
„Ich liebe Sie wie einen zweiten Vater, und be⸗ trachte Sie als meinen beſten Freund.“
„Ich bin wenigſtens Dein älteſter Freund, und unter dieſem Titel bitte ich Dich⸗ mich einen Augenblick anzuhören, da wir nichts Beſſeres zu thun haben, als zu ſchwatzen.“
„Ich höre Sie, mein Oheim.
„Ich kenne alle Deine Verbindungen, ohne daß ich das Anſehen habe, mein lieber Petrus: ich kenne Deinen Freund Jean Robert, ich kenne Deinen Freund Tndovic, kurz ich kenne alle Deine Freunde.“
„Haben Sie etwas gegen ſie zu ſagen?“
„Ich? durchaus nichts! Doch warum verbindeſt Du Bich nit Dichtern und Studenten der Medicin?“
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