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iſt Herr Rappt Miniſter; und damit das Geſetz durch⸗ gehe, fehlen Ihnen dreißig bis vierzig Stimmen: Sie kommen, um mich um die meinige und um die meiner Freunde zu bitten.“
„Nun wohl,“ ſprach mit einſchmeichelndem Tone die Marquiſe,„wenn dies wirklich die Abſicht, der End⸗ zweck meines Beſuches wäre, was würden Sie ſagen?“
„Ich würde ſagen, ich bedaure, daß ich nicht hun⸗ dert, hundertundfünfzig, tauſend Stimmen habe, um ſie alle gegen das Geſeß zu geben, das ich als abſcheu⸗ lich, ſchändlich und,— was noch viel mehr iſt,— als dumm betrachte.“
„Hören Sie, General,“ rief die Marquiſe, welche ebenfalls in Hitze gerieth,„Sie werden als unbußfer⸗ tiger Sünder ſterben, das ſage ich Ihnen.“
„Und ich ſtehe Ihnen dafür.“
„Iſt es möglich, daß, um einem Menſchen, den Sie haſſen, einen Poſſen zu ſpielen, während Sie im Gegentheile müßten.. 2
„Marquiſe, Sie werden mich wüthend machen, das erkläre ich Ihnen!“
„Sie ſtimmen mit den Liberalen? Wiſſen Sie, daß, käme eine Revolutivn, die Vorſtädter, die Jaco⸗ biner und die Sansculottes Sie würden die Rolle von la Fayhette ſpielen laſſen? Sie haben ſchon hiezu die weißen Haare!. Oh! wenn die Courtenay wieder auf die Welt kämen, ich wäre in der That begierig, zu erfahren, was ſie ſagen würden, ſähen ſie ihren
amen von einem Freibeuter, einem Jacobiner und einem Künſtler getragen!“
„Marquiſe!“ rief der General wüthend.
„Ich verlaſſe Sie, General, ich verlaſſe Sie; doch über Nacht kommt guter Rath, und ich hoffe, morgen werden Sie Ihre Anſicht geändert haben.“
„Meine Anſicht geändert, morgen? Weder mor⸗ gen, noch übermorgen, noch in acht Tagen, noch in


