Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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„Das wäre der erſte Vorwurf, den ich mir gegen Sie in meinem Leben erlaubt hätte, Marquiſe.“

„Nehmen Sie ſich in Acht, Sie werden mich eitel machen.“

„Das wird der einzige Fehler ſein, den ich von Ihnen kenne.“

„Oh! General, das iſt ein Compliment, das in gerader Linie vom Hofe Ludwigs XV. kommt.“

„Es wird kommen, woher Sie wollen, wenn ich nur erfahre, woher Ihre Einladung kommt.“

„Ahl ich bemerke, daß Sie noch ungläubiger ſind, als man behauptet.“

„Meine liebe Marquiſe, das iſt das dritte Mal, daß ich ſeit achtzehn Monaten die Ehre habe, Sie zu ſehen. Das erſte Mal ſind Sie gekommen, um mir ein Geſtändniß zu machen, welches mich wohl gerührt hätte, hätte ich daran glauben können: daß der Graf Rappt, gerade zwölf Monate nach dem Tode des armen Marquis de la Tournelle geboren, gerade neun Mo⸗ nate nach dem erſten Strauße, den ich Ihnen geſchickt, geboren worden „Neun oder zehn Monate vorher, mein lieber Ge⸗ neral.“

„Neun oder zehn Monate nachher, liebe Marquiſe.“

„Geſtehen Sie, daß Sie mit einer ſeltenen Hart⸗ näckigkeit unſere Verbindung jünger zu machen ſuchen.“

„Geſtehen Sie zu, daß Sie dieſelbe mit einer ſel⸗ tenen Beharrlichkeit älter zu machen ſuchen.“

„Das iſt ſehr natürlich bei einer Mutter.“

„Warum des Teufels, liebe Freundin, haben Sie denn ſo lange gewartet, um mir das hohe Glück zu verkündigen, das mir die Vorſehung gewährte, indem Sie mir einen Erben in dem Augenblicke gab, wo ich es mir am wenigſten verſah?“

„General, es gibt Geſtändniſſe, welche einer Frau

immer Ueberwindung koſten.“

„Und die ihr am Ende dennoch entſchlüpfen, wenn Die Mohicaner von Paris W. 6