Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Petrus,„und ſind Sie auch der Meinung meiner Schweſter?“

„Oh! durchaus nicht, mein Fräulein,“ erwiederte Petrus;„ich halte die Geſchichte für ſehr intereſſant, ſo intereſſant, daß ich ſie zeichne, ſo wie Sie dieſelbe erzählen. Ich habe, mit Ausnahme des Kopfes, das ſchnatternde Mädchen ſchon beendigt, und ich fange an die Prinzeſſin Carita zu ſkizziren.“

„Oh! zeigen Sie mir das!“ rief Abeille, indem ſie raſch von den Füßen von Regina, wo ſie ſaß, auf⸗ ſtand und ſich Petrus näherte.

„Nein, nein,“ entgegnete Petrus, ſein Papier ver⸗ bergend;„die Zeichnungen ſind wie die Mährchen: ſie müſſen nothwendig vollendet ſein, um begriffen zu wer⸗ den. Vollenden Sie alſo Ihr Mährchen, mein Fräu⸗ lein; ich will meine Zeichnung vollenden.“

„Wo war ich?“ fragte Abeille.

„Sie waren im Monat Auguſt des vorigen Jah⸗ res,“ antwortete Petrus.

„Ah! wie böſe ſind Sie, daß Sie mir das vor⸗ werfen, Herr Maler!“ verſetzte die kleine Abeille mit ihrer artigſten Mundverziehung;„ich habe mich ge⸗ täuſcht, als ich ſagte das vorige Jahr, das iſt das Ganze. Es konnte nicht im vorigen Jahre ſein, da ſich die Sache unter dem Kalifen Harun al Raſchid zuträgt, und da Jedermann weiß, daß Harun al Ra⸗ ſchid, der fünfte Kalif vom Geſchlechte der Abaſſiden, im Jahre 809, fünf Jahre vor Karl dem Großen, ge⸗ ſtorben iſt.“

Nach dieſer hoffärtigen Citativn fuhr das Mäd⸗ chen fort:

„Ich wollte ſagen, es habe in Bagdad eine Hitze geherrſcht, der ähnlich, welche hier im Monat Auguſt auf den äußeren Boulevards, bei der Barrière de Fon⸗ tainebleau zum Beiſpiel, herrſcht; das iſt eine einfache Vergleichung. Man mußte ſich alſo wundern, daß das

Mädchen ſchnatterte, während man es in der Sonne