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noch in dieſem Jahre ein anderes Pferd kaufen, und mir werde er den Emir geben.“
„Ah! ja wohl, wenn der Narſchall das thut, ſo erkläre ich ihn für vollkommen verrückt!— Stellen Sie ſich vor, mein Herr, der Emir iſt ein Pferd, das Niemand zu reiten wagt.“
„Außer Dir, Regina, die Du ihn über ſechs Fuß it Gräben und über drei Fuß hohe Barridren ſetzen äſſeſt.“
„Weil er mich kennt.“
„Nun wohl, er wird mich auch kennen, und will er mich nicht kennen, ſo werde ich ihm ſo vft mit Peitſchenhieben ſagen:„„Ich bin die Schweſter von Regina und die Tochter des Marſchalls von Lamothe⸗ Houdan,““ daß er am Ende begreifen wird.“
„Der Emir, mein Fräulein,“ ſagte Petrus, der eiligſt die Belebtheit von Regina benützte, um ihren Kopf zu ſtizziren,„iſt der Emir nicht ein Rappe mit ſchöner Mähne und langem Schweife, von arabiſcher Race mit engliſcher Kreuzung?“
„Ja, mein Herr,“ antwortete lächelnd Regina; „wäre mein Pferd edel genug, um ein Wappen zu haben?“
„Es kommt von einem Lande, mein Fräulein, wo die Hunde und die Falken ihre Genealogie haben:
warum ſollte er nicht die ſeinige haben?“
„Ah!“ fragte die kleine Abeille halblaut,„dieſer Herr iſt es, der Dein Portrait macht?“
„Ja,“ antwortete Regina in demſelben Tone.
„Wird er das meinige nicht auch machen?“
„Sehr gern, mein Fräulein,“ ſagte lächelnd Petrus, ſo geſtellt, wie ſie es in dieſem Augenblicke ind.“
Abeille lag halb und hatte die Ellenbogen auf den Schooß ihrer Schweſter geſtützt; ihr Kopf voll Leben und Verſtand ruhte zwiſchen ihren beiden Händen, wäh⸗ rend Regina ihr Geſicht mit einer Reſedablüthe ſtreichelte.


