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ſter unter dem charakteriſtiſchen Namen Abeille*) her⸗ beigerufen hatte, war in der That ein reizendes Mäd⸗ chen mit einem Geſichte ſo durchſichtig wie ein Roſen⸗ blatt, mit blonden ins Rothe fallenden, rings um ihren Kopf wie ein Büſchel Goldknöpfe gelockten Haaren, und von einer ſo ſchlanken Taille, daß ſie, wie die einer Biene, dem Abbrechen ganz nahe zu ſein ſchien.
Die Stirne der Kleinen troff von Schweiß, ob⸗ gleich man am Ende des Januars war.
„Du haſt mich gerufen, meine Schweſter?“ fragte ſie.
„Jaz wo warſt Du denn?“ erwiederte Regina.
„Im Fechtſaale, um mit dem Vater zu fechten.“
Ein Lächeln ſchwebte über die Lippen von Petrus; dieſes Wort fechten dünkte ihm das letzte, das aus dem Munde des Kindes kommen ſollte.
„Gut! mein Vater ließ Dich wieder Fechtübungen machen! Wahrhaftig, er iſt kindiſcher als Du, Abeille! und ich werde Euch Beide nicht mehr lieben, wenn Ihr mir nicht gehorchen wollt.“ 3
„Ei! Regina, Papa behauptet, Du ſeiſt nur durch die Fechtübungen ſo groß und ſo ſchön geworden, und da ich ſo groß und ſo ſchön werden will, als Du, ſo ſage ich ihm immer:„„Papa, laß mich fechten!““
„Ja, und ihm iſt das ganz lieb! Sieh, nun ſchwimmſt Du im Schweiße, Du biſt ganz athem⸗ los. Ich werde mich ärgern, Abeille!.. Be⸗
greifen Sie, mein Herr, daß ein großes Mädchen von
elf Jahren ſein Leben mit Fechten zubringt, wie ein Schüler von Salamanca oder wie ein Heidelberget Student?“ „Abgeſehen davon, daß ich, wenn der Frühling wieder kommt, reiten werde.“ „Das iſt etwas Anderes.“ „Ja, doch Papa hat mir geſagt, er werde Di
*) Biene.


