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„Ei! ſo kommen Sie doch herein, mein Herr!“
„Ich bitte um Verzeihung, mein Fräulein,“ er⸗ wiederte Petrus:„an der Pforte des Paradieſes iſt es einem Sterblichen erlaubt, zu zögern.“
Regina ſtand auf und ließ Petrus in den in ein Atelier verwandelten Salon eintreten; mitten im Sa⸗ lon war eine Staffelei aufgeſtellt, auf der eine Lein⸗ wand ruhte, welche hoch und breit genug, um darauf ein Portrait in natürlicher Größe zu ſkizziren.
Auf einem Feldſtuhle lagen eine Farbenſchachtel und eine Palette.
Das Licht war durch eine geſchickte Hand geordnet worden, und Petrus hatte beinahe nichts an der Zu⸗ richtung der Vorhänge zu ändern.
„Mein Fräulein,“ ſagte Petrus,„wollen Sie die Güte haben, ſich zu ſetzen, wohin Sie wollen, und die S Stellung zu nehmen, die Ihnen die einfachſte und beſte zu ſein ſcheint.“
Regina ſetzte ſich und nahm auf eine ganz natür⸗ üiche Art eine Stellung voll Zartheit, Weichheit und Anmuth.
Petrus ergriff eine Spindelkohle und ſtizzirte mit einer ſeltenen Sicherheit der Hand das Ganze des Portraits.
Als er zu den Einzelheiten gekommen war und ſah, daß es dem Geſichte von Regina an jener Beſee⸗ tung des Mundes und der Augen, welche das Leben bildet, fehlen ſollte, ſagte Petrus:
„Mein Gott, Fräulein, wollen Sie erlauben, daß wir ein wenig plaudern.. wovon Sie wollen,— von Botanik, von Geographie, von Geſchichte, von Muſik,— während dieſer erſten Sitzung? Ich geſtehe, daß ich, obgleich ich die Farbe liebe, ganz der Schule der idealiſtiſchen Maler angehöre; träumte ich etwas, hätte ich eine Hoffnung, ſo wäre es, das Gefühl von Scheffer mit der Farbe von Decamp zu vermählen.


