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Rings von Bäumen umgeben, war dieſer Pavillon inveſſen auf einer ſeiner Seiten ſichtbar: das war die Südſeite; eine Lichtung zwiſchen den hohen, blätterrei⸗ chen Kaſtanienbäumen und Linden erlaubte, ihn durch das Gehägegitter zu erſchauen.
Im Boudoir dieſes Pavillon, in dieſem Garten mit dem Kryſtallhimmel, der halb Atelier, halb Treib⸗ haus,— denn die ſchönſten Werke der Kunſt, wie die ſeltenſten Erzeugniſſe der Erde fanden ſich hier ver⸗ einigt,— erwartete Regina Petrus, nicht mit einer der des jungen Mannes gleichen Ungeduld, aber wenigſtens, wir müſſen es geſtehen, mit einer gewiſſen Neugierde.
Es lag im ariſtokratiſchen Temperamente von Re⸗ gina eine raſche Schätzung jeder Erhabenheit; ſelbſt erhaben, hatte ſie bei den erſten Worten gefühlt, ſie be⸗ rühre in Petrus einen erhabenen Mann.
Der junge Mann kam zur beſtimmten Stunde, weder eine Minute früher, noch eine Minute ſpäter; er entſprach ſtreng den Bedingungen der Pünktlichkeit, welche Ludwig XIV. die Höflichkeit der Könige nannte.
Den Fuß in dieſen Korb des indiſchen Archipels ſetzend, wurde Petrus von einem Schauer der Wonne und der Bewunderung ergriffen.
Von der Schwelle der Thüre aus geſehen, war es in der That ein reizendes Schauſpiel für einen Künſt⸗ ler wie Petrus, das Schauſpiel, das ſich vor ſeinen
Augen entrollte; der lebhafteſte Traum der Einbil⸗
dungskraft wäre nicht ſo weit gegangen, als dieſe über⸗ reiche Wirklichkeit.
Es ſchien, als hätten in der erhabenen Umarmung einer himmliſchen Liebe die Kunſt und die Natur ihre ſchönſten Meiſterwerke erzeugt.
Hier waren alle Wunder der Kunſt; dort waren alle Reichthümer des Vodens; hier unter dem rieſigen Farnkraut von Süd⸗Amerika umarmten ſich keuſch zwei Liebende von roſenfarbigem Marmor, wie der Amor
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