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ſten,— fuhr im Sommer in einer offenen Caleche, im Winter in einer geſchloſſenen Caleche die reizende Per⸗ ſon vorüber, die wir in dieſem Buche ſchon zweimal haben wiedererſcheinen laſſen: das erſte Mal am Sterbe⸗ bette von Carmelite; das zweite Mal vor einem Au⸗ genblicke im Hauſe von Petrus; Fräulein Regina von Lamothe⸗Houdan, Tochter des Marſchalls Bernard von Lamothe⸗Houdan.
Was Petrus betrifft,— er hatte ſie ungefähr ſechs Monate vor der Epoche, zu der wir gelangt ſind, gegen das Ende eines ſchönen Sommerabends geſehen.
Er war ganz allein mitten auf dem Wege, den die vier Reihen Bäume des Boulevard bilden; er be⸗ trachtete am Horizont, auf der Seite des Invaliden⸗ hauſes, den Effect einer untergehenden Sonne, als er plötzlich, am Ende der Allee, als ob ſich zwei von den Pferden des Sonnenwagens losgemacht hätten, mitten in einem Goldſtaube zwei Reiter, welche an Schnellig⸗ keit zu wetteifern ſchienen, auf ſich zukommen ſah.
Petrus trat auf die Seite, um ſie vorüberziehen zu laſſen, doch ſie kamen nicht ſo raſch vorbei, daß der junge Mann ihre Geſichter nicht hätte unterſcheiden können.— Wir haben geſagt zwei Reiter; wir hät⸗ ten ſagen ſollen, ein Reiter und eine Amazone.
Die Amazone war eine große junge Frau, nach dem Muſter von Diana der Jägerin geſchnitten, ange⸗ than mit einem Reitkleide von rohem Foulard, mit einem grauen Hute, von dem ein grüner Schleier her⸗ abfiel, auf dem Kopfe; ſie hatte in ihrer Haltung, in ihrer Tournure etwas von der reizenden Diana Ver⸗ non, welche Walter Scott geſchaffen und unſerer Be⸗ wunderung übergeben hat, und viel von der anbetungs⸗ würdigen Edmée, welche Madame Sand vielleicht ſchon im Zuſtande eines Geſpenſtes in den Nebeln ihres Thales von Corlay hatte vorüberziehen ſehen.
Die ſtolze Art, wie dieſe junge Frau,— wir müß⸗ ten ſagen dieſes Mädchen,— auf ihrem von Mähne


