Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Die zwei Damen ſtiegen wieder in ihren Wagen, und Petrus kehrte in ſein Atelier zurück.

Wir haben geſagt, Petrus ſei ehrlich geweſen, das hatte aber Petrus nicht abgehalten, gegen Fräulein von Lamothe⸗Houdan eine der gröbſten Lügen auszuſprechen, die aus dem Munde eines Menſchen hervorgehen können.

Petrus hatte behauptet, es ſei Niemand erlaubt, die Adreſſe der Lamothe⸗Houdan nicht zu wiſſen, und zwei Monate vorher wußte er ſie ſelbſt noch nicht, und nur ein Zufall hatte ihn davon unterrichtet.

Wenige Pariſer, die Pariſer der Faubourgs Saint⸗ Jacques und Saint⸗Germain ausgenommen, kennen denjenigen Theil der äußeren Boulevards, der von der Barriere de Grenelle zur Barriere de la Gare geht; dieſe Boulevards, oder vielmehr dieſe Promenade von vierzehn bis fünfzehn tauſend Metres Länge iſt be⸗ pflanzt mit vier Reihen Bäume, welche zwei Gegen⸗ alleen bilden; ſie iſt von einem Ende der Straße zur anderen mit Raſen beteppicht, und für Jeden, der allein zu meditiren oder zu zwei in den ſchattigen Alleen eines Parkes zu träumen gewünſcht hat, iſt das Boule⸗ vard du Midi eine reizende Promenade.

Einige von den Frauen, welche ihre Geſichter nie auf den öffentlichen Promenaden, in den Theatern, bei den Concerten zeigen und, die Zurückgezogenheit bis zum Kloſterleben treibend, nur ausgehen, um die Kirche zu beſuchen; einige von dieſen Frauen, ſagen wir, kamen, beruhigt durch die Einſamkeit dieſer ſchatten⸗

reichen Thebais, an den Sommerabenden, um hier eine

Spazierfahrt zu machen, und der fleißige junge Mann,

der unter den großen Bäumen luſtwandelnd ſeinen Co⸗ dex commentirte, war verwundert, auf der Straße, wie die dunſtigen Schatten der vornehmen Damen von Einſt, die ſchönen, lächelnden Frauen des Foubourg Saint⸗ Germain vorüberkommen zu ſehen.

Unter dieſen jungen Frauen,— und zwar eine der ſchönſten, wenn nicht eine der munterſten und lächelnd⸗