Teil eines Werkes 
13.-18. Bdchn (1856)
Entstehung
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Ihr ſeid! ſagte er,unter der falſchen Naſe dieſes Mannes erſchaue ich ſein ganzes Leben.

Auf, Petrus! vorwärts! rief Ludovic.

Dieſer Mann, ſeht Ihr. fuhr Petrus fort,nun denn, ich will Euch ſeine Geſchichte machen.

St! ſagte Jean Robert.

Dieſer Mann hat eine Frau, die ihm unerträglich iſt, und er führt ein Leben, das ihm ſo unerträglich iſt, als ſeine Frau: er hat ſeine Nachbarn ſagen hören, ſeine Herren Kinder ſeien nicht von ihm; ſein Portier ſchaut ihn ſicherlich deshalb mit einer ſpöttiſchen Miene an, wenn er ausgeht, und mit einer traurigen Miene, wenn er nach Hauſe kommt; er hat nur einen einzigen Freund, und das iſt gerade derjenige, welchen man be⸗ ſchuldigt, er ſei ſein Feind! Dieſe Verleumdung iſt gegründet, oder, wenn Ihr lieber wollt, dieſe Verleum⸗ dung iſt keine Verleumdung; er weiß es, er hat die authentiſchen Beweiſe davon. Nun wohl, er fährt fort, freundſchaftlich die Hand ſeinem Freunde zu drücken, oder ſeinem Feinde, wie Ihr wollt; er macht jeden Abend mit ihm ſeine Partie Domino; er labet ihn einmal in der Woche zum Mittagbrode ein; er vertraut ihm ſeine Frau bei den erſten Vorſtellungen; er nennt ihn: Mein Guter! mein Lieber! mein Alter! kurz, er bedient ſich der liebevollſten Beiwörter, um ihm ſeine Freundſchaft zu beweiſen, während er ihn im Grunde haßt, verabſcheut, ihm gern ſein Herz eſſen möchte, wie Gabriele von Vergy das ihres Geliebten Ravul gegeſſen hat! Und warum heuchelt er ſo? war⸗ um thut er ſo der Frau und dem Liebhaber ſchön? Weil dieſer Mann ein Veiſer iſt, ein Sokrates, ein friedlicher Bürger, der die Ruhe in ſeinem Hauſe haben will und ſie nicht zu erlangen vermöchte, wenn er den

und öffnen und die Augen nicht zumachen würde.

Doch ohne Zweifel, mein lieber Petrus, ſagte Jean Robert, die fieberhafte Begeiſterung ſeines Freun⸗ des anſtachelnd,ohne Zweifel hat dieſer Mann ſeine