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Von ihnen über das Geheimniß ſeiner Traurigkeit
befragt, beſchränkte ſich Petrus darauf, daß er ihnen
ins Geſicht ſchaute und antwortete:
„Ich, traurig? Ihr ſeid Rarren!“
Eine Antwort, welche Ludovic und Jean Robert ungemein beunruhigte.
Sie drangen alſo in ihn, doch vergebens.
So voft ſie das Geſpräch wieder auf ſeine Traurig⸗ keit brachten, entfernte er ſich von ihnen und flüchtete ſich in den dunkelſten Winkel ſeines Atelier, als wollte er ſogar ihre Berührung fliehen.
Bei einer dieſer Rückzugsbewegungen geſchah es, daß er, von ſeinen zwei Freunden auf's Aeußerſte ge⸗ trieben, dieſen erklärte, wenn ſie fortfahren, ihn ſo zu hetzen, ſo werde er das Fenſter öffnen und aus dem zweiten Stocke hinabſpringen, um zu ſehen, ob ſie in ihrer Verfolgung beharren.
Ludoviec ſtreckte die Hand aus, diesmal nicht mehr, um Petrus zu purgiren, ſondern um ihm zur Ader zu laſſen, denn er behauptete, der junge Künſtler ſei vom Gehirnfieber befallen; worauf Petrus das Fenſter öff⸗ nete und ſchwur, beim erſten Schritte, den ſeine Freunde gegen ihn machen, werde er ſeine Drohung ausführen.
Sodann,— als ein wahrer Bretagner von St. Malo, was er war, ſeit ſeiner Kindheit gewohnt, auf den Raaen der Fahrzeuge zu laufen, auf die Maſtkörbe der Schiffe zu klettern,— warf er ſeinen ganzen Leib vorwärts, wobei er ſich auf eine faſt unſichtbare Art am Duerſtücke ſeines Balcon feſthielt.
Seine Freunde glaubten einen Augenblick, er ſtürze ſich in der That hinab, und ſtießen einen Schrei aus.
Er aber antwortete auf dieſen Schrei durch ein homeriſches Gelächter, was bei der Verfaſſung des Geiſtes, in der ſie ihn wußten, Jean Robert beunruhigte und Ludovic in Erſtaunen ſetzte.
„Was gibt es denn?“ fragten gleichzeitig die zwei jungen Leute.


