Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Der alte Arzt ſeinerſeits kehrte neugierig, zu erfah⸗ ren, welche Wirkung auf ſeinen ſterbenden Freund der Trank hervorbringen würde, nach Vanvres zurück, und gerade drittehalb Stunden nach dem Abgange von Lu⸗ dovic war er am Bette des Kranken, der ihn diesmal nicht ohne einen gewiſſen Widerwillen hier Platz neh⸗ men ſah.

Ein ſolcher Eifer ſetzte die Dorfbewohner, die ihn eintreten ſahen, in Erſtaunen; er ſetzte noch viel mehr die Krankenwärterin in Erſtannen, welche gewohnt, ſehr lange auf Herrn Pilloy zu warten, wenn man ihn rief, ganz verwuudert war, als ſie ihn herbeieilen ſah, da man ihn nicht rief. Der Eroberwundarzt gab ſich indeſſen nicht einmal die Mühe, ſeinen unerwarteten Beſuch zu motiviren.

Er verſuchte es, Herrn Gerard zu befragen; doch dieſer, war es nun Mißtrauen, oder hatte ſeine Schwäche zugenommen, weigerte ſich, ihm zu antworten.

Dann wandte er ſich gegen die Krankenwärterin um, und fragte:

Nun, meine liebe Marianne, was Neues?

Ach! Herr, antwortete die gute Frau,es geht ſehr kümmerlich!

Haben Sie ihm von dem famöſen Trank einge⸗ geben?

Ja, Herr.

Welche Wirkung hat er hervorgebracht?

Eine ſchlimme Wirkung, eine ſchlimme Wirkung, lieber Herr Pilloy.

Welche Wirkung denn? fragte der alte Wundarzt, der ſich tückiſch die Hände rieb.

Er hat ſich erbrochen, Herr.

Ah! ich war deſſen ſicher! Zum Glücke bin ich nicht verantwortlich für die Folgen, und ſtirbt er, ſo habe ich ihn nicht getödtet.