Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Paris, nur ſuchte er diesmal ein Cabriolet, einen Fiacre oder dergleichen, um früher zurück zu ſein.

Der Militärarzt folgte ihm voll Groll und ohne den Mund aufzuthun.

Ludovie ſeinerſeits glaubte, es ſei nicht an ihm zu⸗ erſt zu ſprechen, nicht einmal, um von ſeinem Collegen Abſchied zu nehmen.

Dieſes Stillſchweigen hätte ſicherlich bis zu ihrer Trennung gedauert, wenn nicht der Hinkende, der zum Apotheker gegangen, bei den zwei Nebenbuhlern ange⸗ kommen, um ihnen die Zunge zu löſen.

Der Hinkende zeigte Ludovic den Trank, der ihm übergeben worden war.

Iſt es das, Herr? fragte er.

Ja, mein Freund, antwortete Ludovic das Fläſch⸗ chen anſchauend,nun ſage der Krankenwärterin, ſie ſoll Punkt für Punkt meine Vorſchrift befolgen.

Dieſes Zuſammentreffen diente Herrn Pilloy als Vorwand, um wieder das Wort zu nehmen:

Sie glanben vielleicht, mein lieber College, ich wiſſe nicht, was dieſes Fläſchchen enthält? fragte er.

Warum ſollte ich Ihnen dieſe Beleidigung anthun? antwortete Ludovic.

Es iſt ein Brechmittel, was Sie ihm da geben?

In der That, es iſt ein Brechmittel!

Bei Gott! Sie müßten ihm wohl ein Brechmittel geben, da Sie an eine Lungenentzündung glanben!

Mein Herr,ſprach Ludovic kalt,ich habe eine ſolche Achtung vor Ihrem Wiſſen und vor Ihrer Erfahrung, daß ich wünſchte, ich würde mich täuſchen, hieße das nicht zugleich den Tod des Kranken wünſchen.

Nach dieſen Worten ſchlug Ludovic, da er am Ho⸗ rizont weder ein Cabriolet, noch einen Fiacre erblickte, mitten durch die Felder einen Fußpfad ein, der ihn ſchneller an den Ort ſeiner Beſtimmung führen zu müſſen ſchien, als es die Landſtraße gethan hätte.

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