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„Alle halbe Stunden, einen halben Löffel voll,“ wiederholte die Krankenwärterin.
„Ja, ſo iſt es ſehr gut!... Ich muß durchaus nach Paris zurückkehren.“
Der Kranke ſtieß einen Seufzer aus; es ſchien ihm, der Reſt ſeines Lebens verlaſſe ihn.
Ludovic hörte dieſen Seufzer, eine heiße Bitte des verzweifelten Menſchen, und ſagte:
„Ich muß nach Paris zurückkehren, doch in drei Stun⸗ den komme ich wieder, um zu ſehen, welche Wirkung der Trank hervorgebracht hat.“
„Und Sie ſind ſicher, daß ihn der Trank retten wird?“ brummte der alte Arzt.
„Sicher iſt nicht das richtige Wort, mein lieber College; beſſer als irgend Jemand wiſſen Sie, daß der Menſch nie einer Sache gewiß iſt; doch....“
Ludovic warf einen Blick auf den Kranken.
„Doch ich hoffe!“ ſagte er.
Dieſes letzte Wort veranlaßte ein neues Hurrah der Freude in der Menge.
Der Kranke raffte ſeine Kräfte zuſammen, richtete ſich in ſeinem Bette auf und ſagte:
„Drei Stunden, mein Herr; ſuchen Sie nicht län⸗ ger auszubleiben.“
„Ich verſpreche es Ihnen, mein Herr.“
„Ich werde die Minuten zählen,“ fügte der Kranke bei, während er mit ſeinem Taſchentuche ſeine von einem Schweiße, welchen man für den der Todesnoth hätte halten können, bedeckte Stirne abwiſchte.
Nach dieſen Worten ging Ludovie mit ſeinem alten Collegen ab, er bat ihn, zuerſt zu paſſiren, verbeugte ſich vor ihm und gab ihm mit einem Worte alle Zeichen der Ehrfurcht, die man einem Aelteren und Höheren ſchuldig iſt.
Ludovic nahm, wie er geſagt hatte, den Weg nach


