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„Ich nehme aber nicht an, ich verſichere!“
„Nun wohl, ich glaube, daß der Kranke von einem andern Uebel befallen iſt, als an dem, was Sie ver⸗ ſichern.“
„Sie behaupten alſo, mein Herr?“
„Ich behaupte auch nicht, ich verſichere!“
„Sie verſichern, Herr Gérard?.!“
„Leide nicht an einer Magenentzündung; das iſt das dritte Mal, daß ich die Ehre habe, es Ihnen zu wiederholen.“
„Aber was Teufels hat er denn, wenn er keine Magenentzündung hat?“ rief ganz verwundert der alte Wundarzt.
„Er hat ganz einfach eine Lungenentzündung,“ ant⸗ wortete Ludovic kalt.
„Eine Lungenentzündung? Ah! Sie nennen das eine Lungenentzündung?“
„Nichts Anderes.“
„Dann verſichern Sie vielleicht auch, Sie werden ihn da herausziehen.“
„Ah! was das betrifft, mein Herr, das verſichere ich nicht; ich begnüge mich, es zu hoffen.“
„Und darf man das ſonveraine Mittel kennen, das Sie anwenden werden?“
„Ich will darüber nachdenken, lieber College, vor⸗ ausgeſetzt, Sie geben mir die Erlaubniß hiezu.“
„Wie! Sie bitten mich um Erlanbniß, meinen älte⸗ ſten Freund zu retten?
„Ich bitte Sie um Erlaubniß, einen Kranken zu behandeln, der Ihnen gehört?“
„Ich gebe ſie Ihnen hundertmal, tauſendmal! ge⸗ fiele es Gott, daß dies etwas nützen würde; wollen Sie aber meine Anſicht hören, ſo ſage ich Ihnen, ich be⸗ zweifle, daß der arme Burſche die morgige Sonne ſieht.“
„Ich will alſo das Unmögliche verſuchen,“ erwie⸗ derte Ludovic, immer dieſelbe Artigkeit und dieſelbe
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