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Auf der Schwelle der Thüre begegneten ſie der Krankenwärterin.
„Meine gute Frau,“ ſagte Ludovic,„wir werden in fünf Minuten zurückkehren; verlangt der Kranke in unſerer Abweſenheit etwas, ſo geben Sie ihm durchaus nichts!“
Marianne wandte ſich gegen Herrn Pilloy, als wollte ſie von ihm erfahren, ob ſie dieſem Befehle gehorchen ollte. „Ei!“ antwortete dieſer,„der Herr behauptet ja, er werde den Kranken geſund machen!“
Er erwartete, Ludovic werde laut aufſchreien; doch zu ſeinem großen Erſtaunen erwiederte Ludovic nichts: er begnügte ſich damit, daß er auf die Seite trat, um Herrn Pilloy mit der Ehrerbietung, die der Jüngere dem Aelteren ſchuldig iſt, vorbeigehen zu laſſen.
LXXVIII.
Wo Ludovie die Verantwortlichkeit übernimmt.
Die zwei Aerzte blieben im Vorzimmer.
Man konnte unmöglich ein lebendigeres Bild von Routine und der Wiſſenſchaft ſehen.
„Wollen Sie mir nun die Freundſchaft erweiſen, mir zu ſagen, mein junger Freund, warum Sie mich hierher geführt haben?“ fragte Herr Pilloy.
„Ei!“ antwortete Ludovic,„einmal, um den Krau⸗ ken nicht durch eine Diseuſſion zu ermüden.“
„Gut! das iſt ja ein todter Mann!“
„Ein Grund mehr, wenn das Ihre Anſicht iſt, ſie nicht vor ihm auszudrücken.“
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