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Man hätte glauben ſollen, das Taſchentuch ſei von Roſt befleckt; was dieſe Flecken hervorbrachte, war eine Art von blutigem Schleim.
Ludovic war der Krankheit auf der Spur.
Da hob er zum zweiten Male das Betttuch des Kranken auf, doch diesmal ſtatt mit der Hand auf den Magen zu drücken, hielt er ſein Ohr an die Bruſt, und zwar zum großen Erſtaunen des alten Wundarztes, der dieſe neue Art von Auscultation nicht kannte, und deſſen Geſicht einen Ausdruck von Erſtaunen und Neugierde annahm, der gleichbedeutend mit der Frage ſein mochte: „Aber was Teufels machen Sie denn da, mein lieber College?“
Nun war es Ludovie, der der Pantomime des alten Wundarztes keine Aufmerkſamkeit ſchenkte. Er ſchien befriedigt durch die Geräuſche, die er in der Bruſt des Kranken gehört hatte, denn er richtete triumphirend den Kopf auf.
Er wußte mit Sicherheit, was er fortan vom Zu⸗ ſtande des Patienten zu halten hatte, und kannte die Krankheit, welche zu bekämpfen war; er hatte nur noch den Puls zu unterſuchen; er bat Herrn Görard, ihm zu geben: der Kranke gehorchte maſchinen⸗ mäßig. Der Puls hatte nicht ſeine ganze Stärke verloren; er widerſtand unter dem Finger und war ſehr ſchnell, das heißt er that über hundert Schläge in der Minute; er endlich allerdings unregelmäßig, dies jedoch ſehr leicht. pof Das war ungefähr ſo, wie es Ludovic zu finden
offte.
Rachdem er ſeine Unterſuchung geſchloſſen hatte, endigte der junge Doctor da, wo er hätte anfangen ſollen, aber wie ein Menſch, der an das Ufer eines Fluſſes kommt, wo man:„Zu Hülfe!“ ruft, war er zuerſt untergetaucht.


