Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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„Ei! ich habe weder dieſen Leuten, noch Ihnen etwas zu verzeihen, mein Herr: Sie ſind willkommen, und zwei Räthe ſind immer mehr werth als einer. Leider,“ fügte er die Stimme dämpfend bei,„leider würden, wie ich glaube, alle Räthe der Welt hier nichts mehr fruchten.“

Und noch leiſer ſagte der Militärarzt:

„Das iſt ein verlorener Mann!“

So leiſe er geſprochen hatte, der Kranke hörte, was der gute Herr Pilloy ſagte, und gab einen Seufzer von ſich.

„St!“ machte Ludovic.

„Warum ſt?“ fragte der Wundarzt.

„Weil das Gehör der letzte Sinn iſt, der in uns fortlebt, und der Kranke Sie gehört hat.“

Herr Pilloy ſchüttelte den Kopf, wie ein Menſch, der zweifelt.

„Es iſt alſo,“ fragte Ludovic, ſich ans Ohr von Herrn Pilloy neigend,„es iſt alſo keine Hoffnung mehr?“

„Das heißt,“ antwortete der Militärarzt,„in zwei Stunden wird er todt ſein.“

Ludovic legte eine Hand auf den Arm von Herrn Pilloy und deutete mit der andern auf den Kranken, der ſich in ſeinem Bette bewegte.

Herr Pilloy machte ein Zeichen mit dem Kopfe, welches bedeutete:„Oh! er mag ſich immerhin bewegen, er wird dennoch ſterben!“

Sodann ſeine Pantomime durch das Wort überſetzend:

„Heute Morgen hatte ich noch die Hoffnung, ihn achtundvierzig Stunden zu erhalten; ich weiß aber nicht, welcher Einfaltspinſel ihm den Gedanken, zu beichten, in den Kopf geſetzt hat, was ganz unnöthig war, da ich ihn kenne, ſeitdem er in Vanvres wohnt, und er ein unbeſcholtener Mann iſt.— Er blieb drei Stunden mit einem Mönche eingeſchloſſen, und Sie ſehen nun, in welchem Zuſtande ihn der fromme Mann zurückgegeben hat! Ah! die Prieſter, die Mönche, die Pfaffen, die

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