Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

eine nem den

efen

rem hter nen euſe iner quis

mit

ann, ieſer

ieber der n iſt

ehm, s ich tigen

eine

Pro⸗

habe Be⸗

227

dingung der Wiedervergeltung; doch ich liebe ſie nicht. Ich gebrauchte das Wort beinahe, weil man bei un⸗ ſerem Stande nicht immer Alles, was man weiß, ſagen kann.“

„Und dann weiß man zuweilen auch nicht Alles,“ erwiederte Salvator, auf die ihm eigenthümliche ſpöttiſche Weiſe lachend.

„Nun wohl, ſo hören Sie,“ ſprach Herr Jackal, Salvator über ſeine Brille anſchauend;„ich will Ihnen ſagen, was ich weiß; ſodann werden Sie mir ſagen, was ich nicht weiß“

„Der Handel iſt geſchloſſen.“

„Nun denn!.. Der Chef der Familie, der Mar⸗ quis Charles Emmanuel von Valgeneuſe, Pair von Frankreich und Eigenthümer eines ungeheuren Vermö⸗ gens, das er von einem mütterlichen Oheim geerbt, hatte nie heirathen wollen, und man gab die Ehre die⸗ ſes Geſchmacks von Herrn Emmanuel von Valgeneuſe für das Cölibat einem ſchönen jungen Manne, der ſchlechtweg Herr Conrad hieß, den jedoch allmälig die Vertrauten des Hauſes, ſodann die Freunde des Mar⸗ quis und endlich die Freunde Herrn Conrad von Val⸗ geneuſe nannten.

„War das nicht ſein Name?“

„Durchaus nicht: der ſchöne junge Mann war ein Kind der Liebe, eine Jugendſünde des Marquis, der nur durch die Augen von Herrn Conrad ſah.“

„Aber, mein lieber Herr Jackal,“ fragte Salvator, „warum, wenn er din jungen Mann ſo ſehr liebte, warum hinterließ er ſein ganzes Vermögen dem Bruder,

dem Neffen, der Nichte, während der ſchöne junge Mann,

wie man mir geſagt hat, im Elend ſtarb?“ „Ah! das kommt gerade davon her, daß ihn ſein

Vater zu ſehr liebte! Sie wiſſen, es gibt ein Sprüch⸗ wort, welches ſagt:„Das Uebermaß ſchadet in allen Dingen.““