Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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zeicommiſſär, mein Herr!“ verſetzte Suſanne mit einer bewunderungswürdig frechen Miene:„man hätte Ihnen mit allen Rückſichten geantwortet, die man einem Poli⸗ zeicommiſſär ſchuldig iſt.“

„Kürzen wir das ab, mein Fräulein,“ ſagte Herr Jackat.„Ihr Name, Ihre Eigenſchaften, Ihr Stand?“ „Das iſt alſo ein Verhör?“ fragte Suſanne.

„Ja, mein Fräulein.“

„Mein Name?“ ſagte ſie,„ich heiße Suſanne von Valgeneuſe; meine Eigenſchaften? ich bin die Tochter des Herrn Marquis Denis Réné von Valgeneuſe, Pair von Frankreich; Nichte von Herrn Louis Elément von Val⸗ geneuſe, Cardinal am römiſchen Hofe und Schweſter des Grafen Lorsdan von Valgeneuſe, Lientenant bei den Garden; mein Stand? ich bin Erbin von einer halben Million Einkünfte. Dies, mein Herr, ſind mein Stand, meine Namen, und meine Eigenſchaften.“

Dieſe mit einer wahrhaft koniglichen Geringſchätzung gegebene Antwort brachte eine verſchiedene Wirkung auf die drei Männer hervor, die ſie hörten, eine Wirkung, welche Madame Desmarets, ganz niedergeſchlagen, durch das, was bei ihr vorging, nicht bemerkte.

Juſtin ſchauerte, denn er begriff ſeine, des armen, unbekannten, im Quartier Saint⸗Jacques verlorenen, Schulmeiſters, Unmacht gegen dieſe hohe ariſtokratiſche Familie, an die er angeſtoßen.

„Suſanne von Valgeneuſe!“ ſagte Herr Salvator, der einen Schritt vortretend, das Mädchen mit einem halb neugierigen, halb drohenden Auge betrachtete.

„Fräulein Suſanne von Valgenenſe!“ wiederholte Herr Jackal zurückweichend, wie es ein Menſch hätte thun können, der bemerkt, daß er auf eine Schlange zu tre⸗ ten im Begriffe iſt.

Dann knöpfte er langſam ſeinen Ueberrock zu und ſchien einen Augenblick nachzudenken.

Das Reſultat ſeiner Reflexionen war, daß er ehr⸗

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