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„Es iſt ſeltſam,“ ſagte Salvator,„dieſes Geſicht ſcheint mir nicht ganz unbekannt.“
„Was ſagen Sie von ihr!“ fragte Herr Jackal, der über ſeine Brille mit nicht weniger Aufmerkſamkeit als Salvator geſchaut hatte.
„Ich wollte meine Hand ins Feuer ſtrecken, daß dieſe Kleine eine boshafte Creatur iſt.“
„Ich würde meine Hand nicht ins Feuer ſtrecken,“ ſagte Herr Jackal,„weil es immer unklug iſt, ſeine Hand ins Feuer zu ſtrecken; doch ich bin darum nicht minder Ihrer Auſicht: der Mund iſt zuſammengepreßt, das Auge ſchön, aber ſtarr und hart. Im Ganzen ſehen Sie in dieſem Momente, wo ſie unruhig iſt, den ſchlimmen Aus⸗ druck, den ihre Phyſiognomie angenommen hat.“
Mittlerweile ſtieg Suſanne die Stufen der Freitreppe herauf und kam zu Madame Desmarets.
„Sie haben mir die Ehre erwieſen, mich zu rufen, Madame!“ ſagte die junge Perſon mit einer Miene, die ihren Worten die Bedentung gab:„Ich glaube, Madame, Sie haben ſich erlaubt, mich zu rufen!“
„Ja, mein Kind, denn es iſt hier Jemand, der Sie zu ſprechen wünſcht.“
Suſaune ging an Madame Desmarets vorüber und trat in den Salon ein.
Als ſie Juſtin in Begleitung von zwei Unbekannten erblickte, konnte ſie ſich eines leichten Bebens nicht erweh⸗ ren, doch ihr Geſicht blieb unempfindlich.
„Mein Kind,“ ſagte Madame Desmarets ſichtbar in Verlegenheit gebracht durch den Zorn, den ſie in den ſchwarzen Angen ihrer Penſionnaire glänzen ſah.„Die⸗ ſer Herr hat einige Fragen au Sie zu machen.“
Und ſie bezeichnete Herrn Jackal.
„Fragen an mich?“ verſetzte hoffärtig Suſanne: „ei! ich kenne den Herrn nicht.“
„Der Herr iſt ein Repräſentant der Behörde,“ ſagte raſch Madame Desmarets.


