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Das Zimmer von Fräulein Suſanne lag im erſten Stocke, am Ende des Flurganges.
„Klopfen Sie an, Madame,“ ſagte leiſe Herr Jackal.
Madame Desmarets klopfte an, doch es antwortete Niemand.
„Sie iſt vielleicht in der Elf⸗Uhr⸗Recreation,“ ſprach Madame Desmarets.„Soll ich ſie rufen?“
„Nein,“ antwortete Herr Jackal;„treten wir zuerſt in das Zimmer ein.“
„Der Schlüſſel ſteckt nicht in der Thüre.“
„Sie haben aber, wie Sie uns ſagten, einen zwei⸗ ten Schlüſſel von allen Zimmern?“
„Ja, mein Herr.“
„Nun wohl, Madame, ſo holen Sie den zweiten Schlüſſel vom Zimmer von Fräulein Suſanne, und be⸗ gegnen Sie dieſer jungen Perſon, kein Wort von dem, was man von ihr will.“
Madame Desmarets bedeutete durch ein Zeichen, man könne auf ihre Discretion zählen, und ging die Treppe hinab..
Nach einigen Secunden kam ſie mit dem Schlüſſel wieder herauf und übergab ihn Herrn Jackal.
Die Thüre öffnete ſich.
„Meine Herren,“ ſagte Herr Jackal,„erwarten Sie mich im Corridor; es genügt⸗ daß Madame Desmarets und ich eintreten.“
Der Polizeimann und die Vorſteherin der Penſion traten allein ein.
„Wohin ſtellt Fräulein Suſanne ihre Fußbeklei⸗ dung?“ fragte Herr Jackal.
„Dahin,“ antwortete Madame Desmarets ein Ca⸗ binet bezeichnend.
Herr Jackal trat in das Cabinet ein, nahm von einem Brette ein paar Stiefelchen von ſaphirblauem La⸗ ſting und betrachtete die Sohle.
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