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„Sie mußte aber in den Schlafſaal zurückkehrend, oder aus demſelben weggehend, geſehen werden?“
„Sind in Ihrem Hauſe keine andere Penſionnaires, die ihr beſonderes Zimmer haben, wie Mademoiſelle Mina das ihre hatte?“
„Eine Einzige.“
„Dann hat dieſe die Sache gemacht! Mein lieber Herr Salvator, die Frau iſt gefunden.“
„Wie, Sie nehmen an, die Freundin von Mina ſei die Urſache dieſer Entführung?“
„Ich ſage nicht die Urſache, ich ſage die Mitſchul⸗ dige; ich nehme nicht an, ich verſichere.“
„Suſanne!“ rief Madame Desmarets.
„Madame,“ ſprach Juſtin,„glanben Sie mir, das muß ſo ſein.“
„Was kann Ihnen aber einen ſolchen Gedanken eingeben, mein Herr?“
„Die Antipathie, die ich gegen die junge Perſon das erſte Mal, da ich ſie ſah, empfunden. Oh! Ma⸗ dame, es war mir eine Ahnung, ſie werde an einem großen Unglück, das mich treffe, Schuld ſein. Sobald dieſer Herr von einer Frau ſprach,“ fuhr Juſtin auf Herrn Jackal deutend fort,„denke ich an Fräulein Su⸗ ſanna; ich hätte es nicht gewagt, ſie anzuklagen, doch ich hatte ſie im Verdachte. Um des Himmels willen, mein Herr, laſſen Sie dieſe junge Perſon kommen, und bringen Sie ſie zum Geſtändniß.“
„Nein,“ erwiederte Herr Jackal,„laſſen wir ſie nicht kommen; gehen wir vielmehr zu ihr... Madame, wollen Sie uns in die Wohnung dieſes Fräuleins führen.“
Madame Desmarets hatte Herrn Jackal gegenüber jede Widerſtandsvelleität verloren; ſie machte auch nicht die geringſte Bemerkung, ging voran und bezeichnete den Weg.


