Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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„Ah!“ ſagte Herr Jackal,„machen wir zuerſt die Runde um das Haus; kommen Sie mit mir, Herr Sal⸗ vator. Sie, Herr Juſtin, bleiben Sie hier und leiſten Sie Madame Geſellſchaft.“

Man gehorchte Herrn Jackal, wie man einem Heer⸗ führer gehorcht hätte.

Salvator folgte dem Polizeimanne. Juſtin blieb bei Madame Desmarets; ſie fiel auf einen Stuhl und brach in ein Schluchzen aus.

„Dieſe Frau iſt nicht bei der Sache betheiligt,“ ſagte Herr Jackal, während er die Freitreppe hinabſtieg und den Hof durchſchritt, um die nach der Straße füh⸗ rende Thüre zu erreichen.

„Woran ſehen Sie das?“ fragte Salvator.

„An ihren Thränen,“ antwortete Herr Jackal;„die Schuldigen zittern, ſie weinen nicht.“

Herr Jackal unterſuchte das Haus.

Es bildete eine Ecke an der Straße und an einem einſamen, aber gepflaſterten Gäßchen.

Herr Jackal folgte dieſem Gäßchen wie ein Leithund der Fährte des Wildes.

Links erhob ſich in einer Länge von ungefähr fünf⸗ zig Fuß die Mauer des Gartens vom Penſionnat, über der man die Bäume erblickte.

Herr Jackal ging mit einer außerordentlichen Auf⸗ merkſamkeit am Fuße der Mauer hin.

Salvator folgte Herrn Jackal.

Der Polizeimann betrachtete das Gäßchen, den Kopf ſchüttelnd..

„Ein ſchlimmes Gäßchen bei Nacht,“ ſagte er;„dieſe Gäßchen ſind ausdrücklich gemacht für die Entführungen und die Diebſtähle durch Einſteigung.“

Nach ungefähr fünfundzwanzig Schritten bückte ſich Herr Jackal und hob ein Stückchen Gips auf, das ſich von der Firſte der Mauer abgelöſt hatte,— ſodann ein zweites, dann ein drittes. Er betrachtete dieſe Stückchen